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DAVID gegen Goliath

Wann? 25.01.2018 19:00 Uhr

Wo? Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1, 38106 Braunschweig DE
Braunschweig: Haus der Kulturen |

Ein peruanischer Kleinbauer verklagt den Energiekonzern RWE

0,47 % !

 Diesen Prozentanteil steuert die RWE zu den globalen CO2 Emissionen laut dem Carbon Major´s Report bei. Im letzten Jahr klagte hatte der peruanischer Bergbauer Saúl Luciano Lliuya aus der Stadt Huaraz in den Anden beim Oberlandesgericht Hamm. Nachdem das Gericht die Klage zuließ, kann der Einstieg in die Beweisaufnahme beginnen.

Der Bergbauer besitzt ein Haus in Huaraz. Er befürchtet, dass der oberhalb der Stadt liegende See aufgrund der Gletscherschmelze überlaufen und sein Haus sowie die ganze Stadt mit einer gewaltigen Flutwelle hinwegspülen könne. Ursache des Schmelzens sei der Klimawandel, den die RWE mit dem CO2-Ausstoß ihrer Kraftwerke zu besagten 0,47% zu verantworten habe.

Lliuya fordert 17.000 Euro von der RWE, was 0,47% der notwendigen Dammbaukosten entspreche. Das OLG Hamm urteilt, dass die RWE „mess- und berechenbar“ zum Klimawandel beigetragen habe und damit eine Gefahr für das Haus Lliuyas ausgelöst habe. Deshalb müsse die RWE entsprechend anteilig für Schutzmaßnahmen aufkommen.

Die Umweltschutzorganisation Germanwatch unterstützt ihn in seinem Anliegen: „Da gibt es einen Zusammenhang dazwischen, wie hier in Deutschland unser Strom produziert wird und den Auswirkungen des Klimawandels zum Beispiel in den peruanischen Hochanden. Deswegen unterstützen wir auch Saúl Lucianas Fall, weil wir uns erhoffen, dass ein Präzedenzfall geschaffen wird, auf den sich andere Betroffene vom Klimawandel berufen können. Und der wiederum Druck ausübt national und international, damit politische Lösungen gefunden werden.“

Veranstalter: Die niedersächsische Vertretung der Heinrich Böll-Stiftung, die Stiftung Leben und Umwelt
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