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Zwei Sternbilder im Doppelpack: "Hase" und "Taube"

Wann? 13.02.2018 19:00 Uhr

Wo? Sternwarte Braunschweig, In den Heistern 5b, 38108 Braunschweig DE
Im Sternbild Hase versteckt sich ein Kugelsternhaufen, der leider von uns aus sehr schwer aufzunehmen ist. Sternfreundin Alexandra Zimmermann hat einen Sternhaufen aufgenommen, der auf der nördlichen Himmelshälfte zu finden ist und damit besser abgebildet werden kann.
Braunschweig: Sternwarte Braunschweig | Zu unserem Besucherabend im Februar werden wir Ihnen gleich zwei Sternbilder präsentieren: das Sternbild "Hase" und das Sternbild "Taube". Ebenso werden wir Ihnen zeigen, wie sich der Sternenhimmel von Mitte Februar bis Mitte März für Sie präsentiert und welche Objekte die Nacht prägen. Ihre Fragen sind uns dann willkommen. Bei gutem Wetter gucken wir zum Schluss mit den eigenen Augen in den dunklen Himmel - es ist fast Neumond!!!
Am Faschings-Dienstag, den 13. Februar 2018, ab 19:00 Uhr findet unser zweiter Besucherabend mit der neuen Themenstruktur statt!
Kommen Sie zu uns in die Sternwarte Braunschweig in Hondelage (In den Heistern 5b). Weitere Infos zur Sternwarte unter: www.sternfreunde-hondelage.de (Tel.: 01520 2118994). Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit, der Weg ist natürlich nicht beleuchtet. Mit Ihrem kleinen Eintrittsgeld unterstützen Sie unsere Kinder- und Jugendarbeit.
Warum gleich zwei Sternenbilder an einem Abend?
Nun, "Hase" und "Taube" sind kleine Sternbilder, die sehr weit im Süden liegen. Während es der "Hase" bei uns in Braunschweig gerade schafft, über den Horizont zu klettern, sehen wir von der "Taube" nur die nördlichsten Sterne. Man müsste schon nach Süddeutschland reisen, um dieses Sternbild als Ganzes zu betrachten.
Während der "Hase" zu den 48 klassischen Sternbildern gehört, ist die "Taube" ein im 17. Jahrhundert von Petrus Plancius neu eingeführtes Sternbild.
Petrus Plancius, ein niederländischer Theologe, Astronom und Kartograf studierte in England Mathematik, Astronomie, Geografie, Geschichte und Fremdsprachen. Er fertigte Landkarten, Sternkarten, Himmelsgloben an und predigte in der Kirche. Wenn er sich auf eine Predigt wegen seiner anderen Leidenschaften einmal nicht so gut vorbereitet hatte, wurde aus der Predigt gern einmal ein Vortrag über Astronomie... Das gefiel seinen "Chefs" gar nicht und sie rügten ihn dafür. Plancius beantwortete diese Rügen damit, dass er sich nach seinem Tode außerhalb der Kirchenmauern bestatten ließ und nicht innerhalb, wie es ihm "dienstgradmäßig" zugestanden hätte.
Plancius war, wie wir heute sagen würden: ein irrer Typ und voll vernetzt. Er mischte sich nicht nur in die normale Politik ein, sondern untersuchte die Kompassabweichung, briet Seefahrer bei der Navigation, erdachte Seerouten und vieles mehr. Bei der Überarbeitung von Sternkarten, führte er mehrere neue Sternbilder ein. Von diesen sind heute noch gebräuchlich: Einhorn, Giraffe und ... die Taube.
Das in der Antike schon bekannte Sternbild "Hase" klettert in diesen Tagen unter dem auffälligen Sternbild Orion über den Horizont. Orion war ja zu jener Zeit als ein berühmte Himmelsjäger bekannt. Die mythologische Deutung des "Hasen" geht wohl darauf zurück, dass der Orion den Hasen jeden Tag über den Himmel hetzt...
Hetzen müssen Sie nicht gleich, es ist ja bis Faschingsdienstag noch ein wenig Zeit. Aber auf dem Sofa sitzen geht auch nicht! Wir sehen uns also ... mit oder ohne Narrenkappe!
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