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Sternbild Südlicher Fisch – mit einem erstaunlichen Nachbarn

Wann? 10.10.2017 19:00 Uhr

Wo? Sternwarte Braunschweig, In den Heistern 5b, 38108 Braunschweig DE
Die NASA und die ESA veröffentlichten das Bild des Exoplaneten Dagon. Es ist eine herausragende Leistung, einen so dunklen Planeten vor seinem Muttergestirn sichtbar zu machen. (Foto: ESA und NASA)
Braunschweig: Sternwarte Braunschweig | Der Südliche Fisch ist ein kleines Sternbild südlich des Wassermannes. Lediglich der hellste Stern Fomalhaut ist auffallend hell. Die übrigen Sterne sind nicht sehr hell und mit bloßem Auge ge-rade noch zu erkennen. Der Hauptstern Fomalhaut hat es aber in sich...
Aufgrund seiner Lage steht das Sternbild von Deutschland aus gesehen tief am Horizont.
Am Dienstag, den 10. Oktober 2017, ab 19:00 Uhr in der Sternwarte Braunschweig in Hondelage werden wir Ihnen zeigen, welche astronomischen Geheimnisse der Südliche Fisch noch zu bieten hat. Im Oktober ist der erste Dienstag des Monats ja ein Feiertag. Deswegen haben wir unseren Besuchertag auf den 2. Dienstag im Oktober verlegt.
Kommen Sie zu unserem Besucherabend in die Sternwarte Braunschweig in Hondelage (In den Heistern 5b). Weitere Infos zur Sternwarte unter: www.sternfreunde-hondelage.de (Tel.: 0152-02118994). Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit, der Weg ist natürlich nicht beleuchtet. Mit Ih-rem kleinen Eintrittsgeld unterstützen Sie unsere Kinder- und Jugendarbeit.
Fomalhaut (α Piscis Austrini) ist mit einer Entfernung von 25 Lichtjahren einer der nächsten Nachbarn der Sonne. Sein Name ist arabischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Maul des Fisches“. Aufnahmen des Weltraumteleskop Hubble zeigen, dass den Stern eine Staubscheibe von 40 Milliarden Kilometer Durchmesser umgibt. Man vermutete, dass Fomalhaut einen größeren Planeten in einigen Milliarden Kilometern Entfernung besitzt. 2008 wurde dieser entdeckt und direkt fotografiert. Er wurde Dagon genannt und umläuft seinen Zentralstern im Abstand von 49-290 AE in ca. 2000 Jahren. 1 AE ist eine Astronomische Einheit, also die Entfernung Erde-Sonne mit grob 150 Millionen Kilometern. Das Licht braucht für diese Strecke 8,33 Minuten.
Dass Dagon direkt fotografiert werden konnte, ist ein Glücksfall. Von den rund 3700 bekannten Exo-planeten konnten nur ein paar direkt nachgewiesen werden. Warum ist das so?
Sterne sind weit weg und sehr hell. Die allermeisten Planeten sind klein, dunkel und sehr nahe an ihrem Muttergestirn dran. Der Stern überstrahlt also die kleinen Planeten und wir sehen sie nicht. Wie kann man trotz dessen Exoplaneten entdecken?
Es gibt heute mehrere Methoden, von denen zwei recht einfach zu beschreiben sind. Einmal die Durchgangsbeobachtung. Hier läuft der Planet zufällig zwischen seinem Mutterstern und der Erde hindurch und verdeckt kurzzeitig seinen Mutterstern. Die Helligkeitsabnahme des Muttersterns ist nicht sehr groß, aber wir können diese hier auf der Erde messen. Wenn sich dieses Ereignis perio-disch wiederholt, haben wir einen Exoplaneten entdeckt. Bei großen Planeten reicht hier schon eine elektronische Kamera und ein Teleobjektiv aus, wenn man dann die entstandenen Bilder auch vermessen und auswerten kann.
Die Radialgeschwindigkeitsmethode ist nicht nur vom Namen ein wenig komplizierter. Wie geht diese? Ein Stern, um den ein Planet kreist, bleibt nicht an einer Stelle stehen. Beide kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt, der nicht genau in der Mitte des Sternes liegt. Der Stern "eiert" also ein wenig hin und her. Liegt die Exoplanetenbahn nun zufällig in Richtung Erde, bewegt sich der Mutterstern periodisch von der Erde weg und zur Erde hin. Das Licht, das wir von dem Stern empfangen, wird also mal ein wenig "gestaucht" und mal ein wenig "gestreckt". "Gestauchtes" Licht erscheint uns bläulicher, "gestrecktes" Licht rötlicher. Das ist ähnlich wie bei einem Martinshorn, das auf uns zu fährt. Es klingt höher als eines, das von uns wegfährt. Diese Änderung der Wellenlänge kann man sehr genau messen!
Alles klar? Oder sollten wir darüber am zweiten Dienstag im Oktober noch mal reden??? Wir freuen uns auf alle Ihre Fragen!!!
Im November und Dezember findet unser Besuchertag wieder am ersten Dienstag im Monat statt.
Ab Januar 2018 werden wir immer am 2. Dienstag im Monat für Sie da sein. Also z.B. am 09. Januar 2018.
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