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Pilzsaison

Trompetenpfifferling
Winsen (Aller): NABU-Gut Sunder |

Die Zeit für Pilzsammler, für Pfifferlinge, Maronenröhrlinge und Steinpilze im Wald und auf dem Wochenmarkt ist angebrochen. Gezüchtete Pilzarten wie Champignons, Austernseitlinge und Shiitake bekommen für einige Wochen eine starke Konkurrenz. Frischpilze auf dem Markt und im Supermarkt finden Sie hier beschrieben: http://www.unser38.de/braunschweig-innenstadt/tipp...

Der vorsichtige Pilzsammler mit geringer Artenkenntnis beschränkt sich auf Maronenröhrlinge, Rotfüßchen und Steinpilze. Mit Arten, die auf der Unterseite des Hutes Röhren (Schwamm) besitzen, kann er nicht ernsthaft viel falsch machen. Unter den Pilzen mit Röhren gibt es bei uns keine tödlich giftigen Arten. Aber man kann sich gehörig das Essen verderben und den Magen-/Darmtrakt heftig durcheinanderbringen; Erbrechen und Durchfall sind kein Vergnügen. Eine Behandlung im Krankenhaus ist angesagt, schon um abzuklären, dass man nicht doch andere, schwer giftige Arten auf dem Teller hatte. Nicht genau hinsehen, wenig Erfahrung und schon hat man den bitteren Gallenröhrling, den Magen-/Darm-giftigen Schönfußröhrling, einen Satansröhrling oder eine andere unbekömmliche Art im Korb oder im Topf.

Der Interessierte kann aber mit etwas Anleitung und Übung durchaus seinen Pilz-Speiseplan um schmackhafte Arten erweitern, ohne die giftigen Doppelgänger aus den Augen zu verlieren: Perlpilz, Kuhmaul, Herbsttrompete, Butterpilz, Waldchampignon, Goldröhrling, Riesenbovist, Flaschenstäubling, Edelreizker und andere wollen gesammelt werden.

Das Bestimmen von Pilzen muss man üben!

Seine Funde für die Pfanne aber nur nach Buch oder App zu bestimmen, ist leichtfertig, auch wenn das Büchlein im Titel verspricht, dass der Leser nun Pilze sicher und leicht bestimmen kann. Die Artenvielfalt ist riesig und selbst deutliche Unterschiede werden schnell übersehen. Man muss die Sprache dieser Medien verstehen. Was bedeutet „herablaufende oder angeheftete Lamellen, aufsteigender Ring, Warzengürtel, geriefter Hut usw.“ Die verwendeten Fachbegriffe sollte man kennen, verstehen und auf seinen Fund anwenden können. Auch die Örtlichkeiten spielen beim Sammeln eine Rolle und dienen der Bestimmung. Bewege ich mich im Laub- oder im Nadelwald, ist das eine Kiefer oder eine Lärche, eine Buche oder Hainbuche? Eine einzige Pilzwanderung reicht dafür selten aus. Aber das Bestimmen von Pilzen kann man üben.

Wenn Sie Zeit und Freude daran haben, sich ein ganzes Wochenende mit Pilzen, mit Speisepilzen und ihren Doppelgängern unter Anleitung intensiv zu beschäftigen, möchte ich Ihnen das Wochenende 29. September bis 1. Oktober auf NABU-Gut Sunder bei Winsen/Aller empfehlen. Tel. 05056 970 111 (Mo – Fr 8:30 – 12.30 Uhr).
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