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Ein häufiger Pilz an Totholz im Laub- und Nadelwald

Der Rotrandige Baumschwamm an einer Fichte am Oderteich/Harz
Sankt Andreasberg: Oderteich |

Gehen Sie häufig in Riddagshausen oder im Harz spazieren oder wandern? Dann sind Ihnen sicher schon einmal konsolenförmige Pilze an liegenden oder stehenden abgestorbenen Stämmen aufgefallen. Einen häufigen Porling möchte ich Ihnen heute vorstellen: Den Rotrandigen Baumschwamm.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) kommt sowohl an Laubholz als auch an Nadelholz vor. Sein wissenschaftlicher Name F. pinicola bedeutet „Pinus (Kiefer) bewohnend“. Der Pilz kommt auch an Kiefern vor. Meist findet man ihn jedoch an abgestorbenen, liegenden oder stehenden Stämmen und Stubben von Fichten, Buchen oder Birken.

Im Westharz mit seinen ausgedehnten Fichtenwäldern sehr häufig

Man könnte den Porling fast schon als Charakterpilz des Westharzes bezeichnen, so häufig ist er. Viele der umgestürzten oder abgebrochenen Fichtenstämme auf den von Sturm und Borkenkäfer geschädigten Hängen sind von diesem durchaus hübsch anzusehenden Pilz besiedelt. Er baut das tote Holz in Form einer Braunfäule, auch Würfelbruchfäule genannt, ab. Gelegentlich befällt er auch lebende, meist vorgeschädigte Bäume. Manchmal findet man den Rotrandigen Baumschwamm zusammen mit dem Zunderschwamm auf dem gleichen Stamm, meist an Rotbuche oder Birke.

Die wulstige Oberfläche des Pilzes ist mit einer glänzenden Kruste überzogen. Jüngere Fruchtkörper sind rotbraun und haben einen weißlichen oder gelben Rand. Später wird die Oberfläche schwärzlich mit einem roten Hutrand. Die Poren auf der Unterseite haben eine gelbliche bis ockergelbe Farbe. Der junge Pilz besitzt einen eigentümlichen, säuerlichen Eigengeruch. Der frische Zuwachsrand sondert häufig Guttationströpfchen ab. Die Frage nach der Essbarkeit stellt sich bei diesem steinharten Porling erst gar nicht.
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