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Das Sternbild Schwan - Milchstraße inklusive!

Wann? 04.07.2017 19:00 Uhr

Wo? Sternwarte Braunschweig, In den Heistern 5b, 38108 Braunschweig DE
Albireo ist ein Doppelstern, der den Kopf des Schwans markiert. Schön anzusehen ist der Farbkontrast beider Sterne. Das Foto hat unser 1. Vorsitzender Hans Zimmermann belichtet.
Braunschweig: Sternwarte Braunschweig | Unser Sternfreund Ekkehard Viehr beschreibt das Julithema wie folgt:
Betrachtet man das Sternbild Schwan, so wird einem - auch bei nicht völlig dunklem Himmel - auffallen, dass der Himmelshintergrund hier etwas aufgehellt ist: Die sommerliche Milchstraße zieht sich nämlich durch dieses Sternbild. Die Cygnus-Milchstraßenwolke, einer der hellsten Abschnitte der nördlichen Milchstraße, ist insbe-sondere im Bereich des Schwanen-'Halses' gut zu beobachten.

Am Dienstag, den 04. Juli 2017, ab 19:00 Uhr in der Sternwarte Braunschweig in Hondelage werden wir Ihnen zeigen, welche astronomischen Leckerbissen der Schwan noch zu bieten hat.
Kommen Sie zu unserem Besucherabend in die Sternwarte Braunschweig in Hondelage (In den Heistern 5b). Weitere Infos zur Sternwarte unter: www.sternfreunde-hondelage.de (Tel.: 0152-02118994). Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit, der Weg ist natürlich nicht beleuchtet. Mit Ihrem kleinen Eintrittsgeld unterstützen Sie unsere Kinder- und Jugendarbeit.
Nach dem Sternbild Schwan - lat. Cygnus - ist auch unsere galaktische Heimat, der sog. Cygnus-Arm, benannt: Unsere Erde, d. h., wir befinden uns ja im Inneren einer 100.000 Lichtjahre durchmessenden Spiralgalaxie, die aus ca. 100 Milliarden Sternen besteht (der Sternenhimmel mitsamt der Milchstraße ist nichts anderes als eine Innenansicht dieser Galaxie). Wir sind dabei etwa 30.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Heimatgalaxie ent-fernt, am Rande des Cygnus-Spiralarms; blicken wir also zum Sternbild Schwan, so schauen wir an unserem lo-kalen Spiralarm entlang.
Aufgrund des gewaltigen Sternenreichtums ist es ein Genuss, mit einem Fernglas durch das Sternbild Schwan zu schwenken. Besondere Objekte gibt es in großer Zahl. Um einige davon mit einem Fernglas sehen zu können, ist neben einem sehr dunklen Himmel allerdings auch viel Beobachtungserfahrung nötig. Mit einem Teleskop, am besten ab 20 cm Objektivdurchmesser, ist man schon wesentlich besser dran.

Der Kopfstern des Schwans, Albireo, ist ein Vorzeige-Doppelstern. Die beiden Komponenten sind schon in einem kleinen Teleskop getrennt zu sehen, dazu besitzen sie einen leicht unterschiedlichen Farbton: Der hellere Stern leuchtet orange, der schwächere bläulich.

Ähnlich schön, aber nicht ganz so leicht zu finden ist der Doppelstern 61 Cygni. Dies war der erste Stern über-haupt, dessen Entfernung bestimmt werden konnte - 61 Cygni befindet sich mit 'nur' 11 Lichtjahren in unserer unmittelbaren galaktischen Umgebung.
In der Nähe des Hauptsterns Deneb befindet sich der große Gasnebel NGC 7000, der prinzipiell - wenn auch sehr schwierig - mit einem Fernglas beobachtet werden kann: Wegen seiner Form, die an den nordamerikanischen Kontinent erinnert, wird er Nordamerikanebel genannt. Auf langbelichteten Fotografien kommen vor allem im Bereich des 'mittleren' Sterns im Schwan weitere großflächige Nebelregionen zum Vorschein.
Etwas nördlich von Deneb fällt mit dem bloßen Auge eine scheinbar fast sternleere Region in der Milchstraße auf; dies ist eine besonders auffällige Dunkelwolke, die den Blick auf die dahinterstehenden Sterne verdeckt. Gemäß ihrem Pendant im Kreuz des Südens, wird diese Dunkelwolke im Schwan als Nördlicher Kohlensack be-zeichnet.
Im Schwan findet man einen der schönsten Supernova-Reste überhaupt: Der großartige Cirrus-Nebel. Er ent-stand, als vor Tausenden von Jahren ein massereicher Stern explodierte. Seine zerfetzte Gashülle hat sich mitt-lerweile gewaltig ausgedehnt.
Mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop ist der Cirrus-Nebel nur sehr schwer zu sehen, in großen Amateur-fernrohren - am besten mit 40 cm Objektivdurchmesser oder mehr - ist er jedoch eines der spektakulärsten Ob-jekte des ganzen Himmels!
Ebenfalls nur im größeren Teleskop eindrucksvoll ist der Crescent-Nebel: Er ist einer der wenigen auch visuell erreichbaren Nebel, die ein sog. Wolf-Rayet-Stern abgestoßen hat.
Im Schwan findet der mit einem Teleskop ausgerüstete Beobachter auch eine Reihe Offener Sternhaufen und Planetarischer Nebel - sterbende Sterne, deren 'Tod' allerdings nicht so explosionsartig abläuft, wie dies bei der Entstehung des Cirrus-Nebels der Fall war.
Eine atemberaubende Tour erwartet Sie also am ersten Dienstag im Juli - wir freuen uns auf Sie!
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