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Das Sternbild Haar der Berenike – ein Sternbild mit Durchblick!

Wann? 07.03.2017 19:00 Uhr

Wo? Sternwarte Braunschweig, In den Heistern 5b, 38108 Braunschweig DE
Das Bild ist in unserer Sternwarte entstanden. Es zeigt die zwei Vordergrundgalaxien des Coma-Galaxienhaufens und einige Hintergrundgalaxien.
Braunschweig: Sternwarte Braunschweig | Das Sternbild Haar der Berenike ist unscheinbar. Aber wenn man mit einem Teleskop an den Mitgliedssternen vorbei schaut, entdeckt man nicht nur eine Galaxie, wie in anderen Sternbildern, sondern einen ganzen Haufen!
Am Dienstag, den 07.März 2017, ab 19:00 Uhr in der Sternwarte Braunschweig in Hondelage werden wir Ihnen zeigen, wie viele Galaxien im Haar der Berenike enthalten sind und welchen ästhetischen Genuss diese uns bieten.
Kommen Sie zu unserem Besucherabend in die Sternwarte Braunschweig in Hondelage (In den Heistern 5b). Weitere Infos zur Sternwarte unter: www.sternfreunde-hondelage.de (Tel.: 0152-02118994). Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit, der Weg ist natürlich nicht beleuchtet. Mit Ihrem kleinen Eintrittsgeld unterstützen Sie unsere Jugendarbeit.
Die Erde ist keine Scheibe. Aber unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, ist eine! Na ja, nicht direkt eine Scheibe, eher ein Diskus. Stellen Sie sich einen Diskus auf Ihrem Tisch vor, der unsere Milchstraße sein soll. Dann leben wir etwa zwischen der Mitte und dem Rand. Stellen Sie sich bitte weiter vor, dieser Diskus sei aus Glas. Wenn Sie nun von unserer gedachten Erdposition in Richtung verdicktes Zentrum gucken, müssen Sie durch viel Glas schauen. Blicken Sie jedoch in Richtung Rand, ist es schon viel weniger. Noch einfacher wird es, wenn Sie aus dem Diskus heraus schauen, nach oben oder nach unten. Dann trübt Ihren Blick wenig Glas und Sie haben freie Sicht. Nun besteht unsere Milchstraße nicht aus Glas sondern aus Sternen, Gas und dunklem Staub. Gerade der dunkle Staub verhindert, dass wir zum Beispiel das Zentrum unserer Milchstraße sehen können.
Das Sternbild Haar der Berenike liegt aber so, dass wir in Richtung Diskusoberkante blicken, wenige Staub- und Gaswolken trüben dann unseren Blick. Wir können in dieser Richtung also weit ins All schauen...
...und dann sehen wir sie: viele, viele Galaxien. Einen ganzen Haufen!!!
Unter ganz dunklem Himmel erkennen wir auch einen Sternenhaufen. Früher sollten diese Sterne die Schwanzquaste des Sternbilds Löwe darstellen. Dann sah man darin ein Haarbüschel einer Frau – das "Haar der Berenike" also. Die Sternbilder tragen lateinische Namen. „Haar“ heißt Coma und „der Berenike“ heißt Berenices – also heißt unser Märzsternbild „Coma Berenices“. Daraus leitet sich auch der Name des Stern- und Galaxienhaufen ab: „Coma-Sternhaufen“ und „Coma-Galaxienhaufen“.
Wenn man die Coma-Galaxien betrachtet, fällt eine dieser Welteninseln durch ein markantes Merkmal auf. Ein schwarzer Fleck im Inneren sieht wie ein schwarzes Auge aus. Der Name von Messier 64, wie diese Galaxie auch bezeichnet wird, ist „die Galaxie mit dem schwarzen Auge“. Das schwarze Auge besteht aus dunklem Staub, der die Sterne umgibt und deren Licht vollständig verschluckt. Damit ist der Beweis erbracht, dass es nicht nur in unserer Heimatgalaxie schwarzen Staub gibt. Andere Welteninseln haben sogar einen Staubstreifen in der Mitte, der sich durch ihre gesamte Länge erstreckt.
Wo liegt nun dieses interessante Sternbild, wie kann man die Galaxien betrachten, wann geht dies am besten und wie kann man in das Innere von Dunkelwolken schauen?
Das verraten wir Ihnen am ersten Dienstag im März! Wir sehen uns also!
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