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Unternehmer mit Herz und Heimatliebe

34. Braunschweiger Unternehmergespräch (von links): Gerold Leppa (Geschäftsführer Braunschweig Zukunft GmbH), Frank Fiedler, Vorstandsmitglied der Volkswagen Financial Services AG und Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Foto: Peter Sierigk (Foto: Peter Sierigk)
 
Oberbürgermeister Ulrich Markurth im Gespräch mit den Unternehmern Heinz-Egon Achterkerke, Gerhard Wandt und Gina Victoria Wandt. (Foto: Peter Sierigk)
Braunschweig: Financial Services |

34. Braunschweiger Unternehmergespräch –  Weltkonzern VWFS betont Braunschweiger Wurzeln, 

Von Ingeborg Obi-Preuß, 12. September 2017. 
Braunschweig. „Wie gut, dass die sich damals hier bei uns angesiedelt haben“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth nach dem offiziellen Teil beim 34. Braunschweiger Unternehmergespräch. „Die“, das sind in diesem Fall die Vorgänger der Volkswagen Financial Services AG (VWFS), und „damals“ ist grade mal 35 Jahre her.
Aber selbst das ist für moderne Banker schon eine lange Zeitspanne. „Für unsere Branche ist die Lehman-Pleite so etwas wie Christi Geburt“, erklärte Frank Fiedler, Vorstandsmitglied der Volkswagen Financial Services AG, als Gastgeber vor rund 250 geladenen Unternehmern, „die neue Zeitrechnung beginnt für uns 2009.“ In seinem Impulsvortrag „Das digitale Geschäftsmodell der Volkswagen Financial Services AG“ skizzierte er Pläne und Visionen, die sein Unternehmen in einem geradezu atemberaubenden Tempo angehen will, beziehungsweise schon am Start hat. Da machte es sich besonders gut, dass er zum Schluss die Verankerung des Unternehmens in Braunschweig betonte: „Für uns ist es wichtig, dass wir wissen, dass wir hier zu Hause sind.“ Deshalb sei die Entscheidung für den Standort eines neuen Rechenzentrums auch klar auf Braunschweig gefallen. 65 Millionen wird Financial Services am Standort investieren. 
 Der Unternehmer an sich und im Besonderen liegt der Stadt besonders am Herzen, das hatte Oberbürgermeister Ulrich Markurth in seiner Begrüßung am Dienstagabend deutlich gemacht.
Mit der 2002 privatisierten städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, jetzt Braunschweig Zukunft GmbH, ist ein zentraler Ansprechpartner für Wirtschaftsunternehmen etabliert worden. Die Erfolgsgeschichte, die Geschäftsführer Gerold Leppa Anriss, ist beeindruckend, die Strategien – für mehr Gewerbegebiete, flächendeckendes Breitband, Gründerförderung, Innovationsscouting und, und, und – weisen in die Zukunft.
Die Tradition der Unternehmergespräche ist da nur ein winziger Teil. Aber ein wesentlicher, denn der direkte Kontakt zum Kunden, zu den Menschen, ist und bleibt offensichtlich der Kern des Erfolgs. Das zumindest machte Frank Fiedler immer wieder deutlich. Die Financial Services AG steht mit ihrem Kerngeschäft – Bank, Leasing, Versicherung – glänzend da, „jetzt geht es in die digitale Welt“, erklärte Fiedler. Sonst würden das andere tun und sich zwischen sein Unternehmen und seine Kunden schieben. Als Beispiel skizzierte er ein Modell, mit dem sein Haus im Oktober an den britischen Markt geht: Von der Konfiguration, über den Verkauf des Gebrauchtwagens, bis zur Finanzierung läuft der Fahrzeugkauf komplett online. „Und am Ende holen Sie ihren Wunschwagen in Ihrem Autohaus ab“, fügte er auf die Frage hinzu, was aus den Autohäusern würde. „Der direkte Kontakt zwischen Kunde und Verkäufer bleibt.“ Denn dieser Kontakt zum Menschen bleibe das wesentliche Kapital.
Das gilt auch für den Oberbürgermeister und das Thema Digitalisierung. Die Stadt hat mit der Volkswagen Financial Services AG einen Kooperationsvertrag geschlossen, der Braunschweig auf dem Weg zur „Smart City“ unter anderem auf dem Gebiet mobiler Bezahlsysteme voranbringen soll. Das erste Projekt dieser Zusammenarbeit ist das Handyparken, seit dessen Einführung jeden Monat Tausende Parkscheine in Braunschweig digital gelöst werden.
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