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Traumatische Belastungen erkennen

Psychologe Frank Hofmann (r.) mit Adama Logosu-Teko und Mona Al-Masri, beide Ansprechpartner für Flüchtlingsarbeit im Haus der Kulturen. Foto: oh
Braunschweig: Haus der Kulturen |

Veranstaltungsreihe im Haus der Kulturen – Termin: 18. November.

Von Ann-Kathrin Ewald, 12.11.2016.

Braunschweig. Vor Krieg und Not aus der eigenen Heimat fliehen, Familie und Freunde zurücklassen – Geflüchtete sind oft traumatischen Belastungen ausgesetzt, ehe sie in einem anderen Land Zuflucht finden. Und auch dort können Angst- und Stresssituationen auftauchen.

Die Auswirkungen und Symptome solcher Traumata erkennen und Hilfestellung bieten, ist für Unterstützer, Helfer und Ehrenamtliche oft schwer.

Laien und Fachleute

Hilfe zur Erkennung und Umgang mit traumatischen Belastungen bieten da die Fachgesprächskreise im Haus der Kulturen.
Bei der ersten Gesprächsrunde im August bot Diplom-Psychologe Frank Hofmann Einblicke in die Arbeit mit traumatisierten Menschen, insbesondere Geflüchteten, und zeigte Möglichkeiten zur Hilfe für Laien und Fachleute auf.

„Es werden Handlungsempfehlungen vorgestellt, die auch Nicht-Fachmänner gut anwenden können“, erklärt Adama Logoso-Teko, Mitorganisator der Gesprächsrunden und Ansprechpartner für Flüchtlingsarbeit im Haus der Kulturen. „Menschen, die mit Traumatisierten arbeiten, müssen wissen, welche Mechanismen in demjenigen vorgehen“, so Logosu-Teko weiter. Erst mit diesem Wissen könne man dann helfend zur Seite stehen.

Theorie und Praxis

In den Gesprächsrunden gibt zunächst ein Referent theoretisches Hintergrundwissen zum Thema Trauma, dessen Erkennungen und Hilfsmöglichkeiten. Dazu kommen Fallbeispiele und praktische Übungen, in denen die Helfer das Gelernte vertiefen können. Eingeladen sind Geflüchtete sowie Helfer und Ehrenamtliche.

Die nächste Gesprächsrunde findet am Freitag (18. November) statt. Anlässlich des Bundesaktionstages für Geflüchtete wird das Thema dann „Gemeinsam hier“ lauten.

Zukünftige Gespräche

In einem moderierten Workshop können Geflüchtete ihre ersten Eindrücke von Braunschweig sowie ihre Zukunftsvorstellungen schildern.

Das darauffolgende Treffen am 8. Dezember (Donnerstag) wird unter der fachlichen Leitung vom Kinder- und Jugendpsychiater
Dr. Theo Becker stehen. Der Schwerpunkt wird auf der Belastung der Helfer liegen. Denn „man darf nicht vergessen, dass wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, selbst ein Trauma entwickeln kann“, erklärt Logosu-Teko.

Unterstützung für die Helfer sei genau so wichtig, wie für die Geflüchteten selbst. Im neuen Jahr soll das Programm fortgesetzt werden: Am 21. Januar (Samstag) stehen die Traumata von geflüchteten Kindern im Vordergrund. Referent wird dann wieder Frank Hofmann sein.

INFO

Fachgesprächskreise zum Thema traumatische Belastungen in der Flüchtlingsarbeit

Ort: Haus der Kulturen

Termine: 18. November,
18.30 Uhr: Workshop zum Bundesaktionstag für Geflüchtete; 8. Dezember, 18.30 Uhr: Traumatische Belastungen der Helfer; 21. Januar, 18 Uhr: Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern

Teilnahme: kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich

Anmeldung: per E-Mail an adama.logosu-teko@hdk-bs.de oder monmas@gmx.de
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