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Wer erfand den Fallschirm? 20 000 Besucher feiern TU-Night

Tonhöhenerkennung in Echtzeit – Singt Karaoke! Am Institut für Nachrichtentechnik sang dieser kleine Besucher "Versuchs mal mit Gemütlichkeit". (Foto: Obi-Preuß)
  Braunschweig: Technische Universität |

Unter dem Motto „Zukunft Mensch – wie leben wir morgen?“ öffnete die Technische Universität Braunschweig gestern ihre Türen zur 4. TU-Night.

Von Ingeborg Obi-Preuß, Braunschweig 19. Juni 2016.
Etwa 20.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Chance und warfen einen Blick hinter die Kulissen der TU Braunschweig. Spannende Forschungsexperimente, stimmungsvolle Lichtinstallationen und clubtaugliche Musik machten die Wissenschaftsnacht zum wiederholten Male zum Publikumsmagneten.

"Wer erfand den Fallschirm?" - puh, am Stand des Historischen Seminars in der Schleinitzstraße wurde Wissen abgefragt. Oder eben geraten. Multiple Choice für Geschichte sozusagen. Mit ihrem Tipp auf Leonardo da Vinci jedenfalls lagen zwei junge Frauen goldrichtig und konnten einen Preis abräumen. Na ja, eher ein kleines Giveaway, aber der Spaß stand schließlich im Vordergrund. Die Schlange am Rätselrad der Historiker jedenfalls riss gar nicht ab.
Die Campusbesucher hatten ganz offensichtlich viel Freude, die Wissenschaftler, Studenten und Mitarbeiter hatten sich jede Menge einfallen lassen, um "ihre" Wissenschaft den Besuchern nahe zu bringen.
Tonhöhenerkennung in Echtzeit – Singt Karaoke! hieß es am Institut für Nachrichtentechnik. "Die Musik beginnt zu spielen, man greift zum
Mikrofon und singt los. Der Computer meldet dann, wie gut man die
Noten getroffen hat", erklärte ein Mitarbeiter.
Auch am Stand für Organische Chemie bildeten sich kleine Trauben mit Neugierigen. Sie steckten ihre Nasen in die Duftorgel und spürten den Aromen von Zimt, Knoblauch oder Buttersäure nach.
"Die Eigenmotivation ist hoch", lobte denn auch TU-Präsident Jürgen Hesselbach das Engagement seiner Mitarbeiter, der Wissenschaftler und Studenten. Zum 12. Mal fand das Hochschulfest statt, anfangs als TU-Day gestartet, hat sich jetzt die Nachtvariante durchgesetzt.
"So ein Fest hat eine Außen- und Innenwirkung", erklärte der Präsident. Und so war für ihn der Ablaufplan auch eng getaktet. "Da geht es mir ein wenig wie der englischen Queen", unkte Hesselbach, "das wird mir aufgeschrieben."
Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine TU-Nacht geben, dann möchten er und seine Frau aber nur noch Gast sein auf diesem Fest.
"Ich hoffe, dies ist meine letzte TU-Night in Amt und Würden", sagte er. Zwar laufe seine Amtszeit bis Dezember 2018, aber der 67-Jährige hatte den Senat gebeten, ihn nach zwölf Jahren Amtszeit "abzulösen." Noch allerdings ist kein Nachfolger in Sicht. "Ich harre aus", versprach Hesselbach.
An diesem Abend aber versuchte er als Präsident so viel wie möglich von "seiner" Uni zu sehen.
Und es gab eine Menge. Wer zum Beispiel einmal kurz, dafür aber intensiv in ein Zukunftsthema eintauchen wollte, war im Altgebäude richtig. Hier wurde das Leitthema "Zukunft Mensch" in vielen Aspekten beleuchtet.
Professorin Dr. Vanessa Carlow beispielsweise gab einen Einblick in die "Stadt der Zukunft - Was leistet die TU Braunschweig?"
Anschließend wurde der Kurzfilm "Torre David" gezeigt:
In einem nicht fertig gebauten Wolkenkratzer in Venezuela leben 750 Familien
ohne offizielle Genehmigung und organisieren ihre Infrastruktur selbst, von
Lebensmittelläden bis zum Fitnessstudio. Das internationale Kollektiv "Urban –
ThinkTank" hat die Strukturen untersucht und gibt Denkanstöße für die Zukunft. Der unglaubliche Film führte die Besucher direkt in eine spannende Diskussion.
In Vorlesungen, Laborführungen, Experimenten und an Ständen erfuhren die Gäste mehr über das Leben von morgen und die Forschung an der TU Braunschweig. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ergriffen die Gelegenheit und diskutierten persönlich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Gleichzeitig wurde der Campus zur Festivalmeile: Regionale und überregionale Bands und DJs sorgten für Partystimmung.
Besonders beliebt war bei dem Publikum in diesem Jahr der Power-Point-Karaoke-Contest im Audimax. Vor vollen Reihen präsentierte das Institut für Anglistik und Amerikanistik Forschung auf unterhaltsamste Weise.
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