Anzeige

"Jüdische Architektur: Irrungen und Wirrungen in der bauarchäologischen Forschung“

Wann? 01.07.2014 20:00 Uhr

Wo? TU Braunschweig, Altgebäude, Hörsaal SN 19.3, Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig DE
Braunschweig: TU Braunschweig, Altgebäude, Hörsaal SN 19.3 | Vortrag von Dr.-Ing. Simon Paulus, Universität Stuttgart

Wer hätte gedacht, dass Adolf Hitler persönlich eine Synagoge unter Denkmalschutz gestellt hat? Und doch ist dies 1938 bei der mittelalterlichen Synagoge im österreichischen Bruck a. d.  Leitha geschehen. Fehlinterpretationen haben in der Vergangenheit immer wieder für Debatten und kuriose Fälle bei der Identifikation jüdischer Architektur gesorgt. Archäologen, Bauforscher oder Kunsthistoriker sehen sich gerade im Hinblick auf Bauten und Befunde aus der Antike und aus dem Mittelalter wiederholt mit dem Problem konfrontiert, ein Bauwerk als „jüdisch“ zu verifizieren. Im Vortrag sollen aktuelle und historische Fallbeispiele vorgestellt werden, bei denen solche Zuweisungen zu mitunter seltsam anmutenden Interpretationen und Thesen geführt haben.

Simon Paulus, Absolvent der TU Braunschweig und langjähriger Mitarbeiter am Institut für Baugeschichte und der Bet Tfila, ist zur Zeit als Architekturhistoriker an der Universität Stuttgart tätig. Im Rahmen seiner 2005 abgeschlossenen Dissertation „Die Architektur der aschkenasischen Synagoge im Mittelalter“ und weiterführender Forschungen beschäftigte er sich eingehend mit der Identifikation jüdischer Ritualbauten im architektonischen Kontext.

Veranstaltet vom Verein zur Förderung der Bet Tfila e.V. in Kooperation mit der
Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.