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Finale Abstimmung bei Prototypen von Motor, Getriebe und Co: Volle Bremskraft bei 800 Grad und 27 Weltumrundungen wurden zurückgelegt

In der grünen Hölle stehen unter anderem die Bremsen auf dem Prüfstand, die auch bei Temperaturen von 700 Grad Celsius und mehr tadellos funktionieren müssen. (Foto: © Kia / TRD)
(TRD) Heißes Eisen: Auf den österreichischen Alpen-Serpentinen des Großglockners machte Kia mit der Sportlimousine Stinger einen Extrem-Bremstest. Sie ließen die Scheiben dafür glühende 800 Grad Celsius heiß werden.

Der Test diente zunächst dazu, auch bei bis zu 700 Grad heißen Bremsscheiben die volle Bremskraft zu gewährleisten. Aber die Ingenieure setzten noch eins drauf und brachten die Kohlenstoffstahl-Bremsscheiben auf Temperaturen von mehr als 800 Grad.

Selbst bei diesen Extrembelastungen habe das Bremssystem des Zulieferers Brembo eine gleichbleibend hohe Bremskraft sowie ein gleichmäßiges Pedalgefühl geboten, teilt Kia mit. Die heiße Bremsung war nur ein Teil des groß angelegten Testprogramms mit dem exklusiven Stachel-Sportler. Das Serienmodell, das Anfang dieses Jahres in Detroit Premiere feierte, kommt ab Oktober auf den Markt.


Der asiatische Autobauer verleiht dem flotten viertürigen Coupé jetzt noch den letzten Schliff. Und dazu musste das Fahrzeug auf Herz und Nieren überprüft werden. Die härtesten Belastungstests erfolgten auf dem Nürburgring, an dem der Hyundai-Kia-Konzern seit 2013 ein eigenes Testzentrum betreibt. Während die Entwicklung der Modelle mit dem 2,0-Liter-Turbobenziner (2.0 T-GDI) und dem 2,2-Liter-Turbodiesel (2.2 CRDi) weitgehend abgeschlossen ist, befindet sich die 272 kW/370 PS starke Topversion 3.3 T-GDI derzeit in der finalen Prüfphase.


Dabei wurde manches optimiert. Beispielsweise steigerte der Spitzen-Benziner seine Fahrleistungen. Beschleunigte der schnellste Stinger anfangs in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, so sind es jetzt nur noch 4,9 Sekunden - kein gewaltiger Unterschied, aber das Unterschreiten einer psychologisch wichtigen Schwelle.


Die Prototypen des Stinger legten bis zu 20.000 Kilometer in der berühmt-berüchtigten "Grünen Hölle" zurück, wie die Nordschleife des Nürburgrings oft genannt wird. Neben der Fahrdynamik standen dabei auch die Qualität und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge im Fokus. Denn die äußerst anspruchsvolle 21 Kilometer lange Strecke mit 73 Kurven, Steigungen von bis zu 17 Prozent und einem Höhenunterschied von rund 300 Metern ermöglicht den sogenannten "beschleunigten Dauertest". Innerhalb kurzer Zeit werden dabei auf der Rennstrecke 10.000 Kilometer (480 Runden) gefahren, die ein Fahrzeug in etwa so beanspruchen wie 160.000 Kilometer Laufleistung im Alltagsgebrauch.


Die Tests wurden aber nicht nur in der Eifel, sondern weltweit unternommen: Zur finalen Abstimmung von Fahrwerk, Bremsen, Getriebe und Motoren wurde die Sportlimousine auf den anspruchsvollsten Straßen rund um den Globus und unter extremen klimatischen Bedingungen erprobt. Dabei legten die Prototypen des neuen Modells in Europa, dem Nahen Osten, Asien sowie Nord- und Südamerika mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurück, was 27 Weltumrundungen entspricht.
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