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Vielfalt in der Selbsthilfe

Braunschweiger Selbsthilfegruppen präsentierten sich gestern der Öffentlichkeit.

Von Marc Wichert, 19.06.2011

Braunschweig. Dass Braunschweig eine vitale und engagierte Zivilgesellschaft besitzt, zeigte sich gestern beim 10. Braunschweiger Selbsthilfetag auf dem Kohlmarkt. Mehr als 30 Selbsthilfegruppen präsentierten sich und zeigten Gesicht.

Damit waren nicht einmal ein Drittel aller Braunschweiger Gruppen vertreten. Dennoch erstaunte die Vielfalt der Gruppen, die ab elf Uhr für vier Stunden an ihre Ständen Auskunft gaben und Broschüren verteilten. Für fast jede Art sozialer oder gesundheitlicher Probleme standen hier Menschen, die helfen wollen. Neben dem Stand der Stotterer-Selbsthilfe informierte der Verband alleinerziehender Mütter und Väter, ein paar Stände weiter gab die Rheuma-Liga Auskunft und daneben verteilte die Regionalgruppe des Bundesverbandes Polio Info-Material zur Kinderlähmung.
Ines Kampen zeigte sich gegen Ende des Selbsthilfetages zufrieden. „Die Stände waren gut besucht und der Tag war gut, um mal Gesicht zu zeigen,“ sagte die Leiterin des Veranstalters Kibis (Kontakt, Information und Beratung im Selbsthilfebereich). Gesicht zeigen – auch für Marcus Bäumler war das die Motivation, an diesem Sonnabend die Öffentlichkeit auf dem Kohlmarkt zu nutzen, um Vorurteile zu korrigieren. „Wir wollen zeigen, dass psychisch Kranke nicht alles Irre sind, die ihre Familie umbringen“, sagte der Mitarbeiter der Selbsthilfegruppe „Psychatrie-Erfahrene. Die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Selbsthilfegruppen würdigte auch Sozialdezernent Ulrich Markurth. „Das Besondere ist, dass dort Menschen ihre eigenen teils schmerzlichen Erfahrungen weitergeben.“ Das ersetze nicht die Arbeit professioneller Hilfe-Einrichtungen, aber sei ein wichtiges Zusatzangebot für Betroffene.
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