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Regionalverband TiBL gegründet

5 Selbsthilfegruppen, über 70 aktive Gruppenmitglieder, geschätzte 200 Betroffene mit einem Ziel. Die Gründung eines Regionalverbandes war überfällig.

Untereinander kannte man sich schon seit Jahren, es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Termine abgestimmt, Fortbildungen besucht.... Die Zeit war reif für den nächsten Schritt: Seit Februar sind 5 Selbsthilfegruppen für transsexuelle und transidente Menschen und Angehörige unter dem Dach des Regionalverbandes TiBL (Trans* im Braunschweiger Land) vereint. Mitglieder sind der Wolfsburger Stammtisch für Transgender und Angehörige, die aus Gifhorn stammende Gruppe Transgender Gifhorn sowie aus Braunschweig die Gruppen Transpartnerschaften für Angehörige, Trans*Lions, die Beratungsstelle der dgti und Gender-BS.

Die Geschichte der einzelnen Selbsthilfegruppen reicht zehn Jahre zurück - die ersten SHG waren die Wolfsburger und Trans*Lions aus Braunschweig. Hinzugekommen sind Gender-BS vor drei Jahren sowie die SHG Transpartnerschaften, die sich um Ängste und Probleme im unmittelbaren Familienkreis kümmert.
Jede SHG hat in den Jahren eigene Kompetenzen herausgebildet - spezielle Beratungen für Transsexuelle in Bezug auf medizinsche und therapeutische Fragen, Vorträge in Bildungseinrichtungen, Workshops bei politischen Gremien und ganz individuelle Gespräche mit Betroffenen und deren Angehörige und Familien. So ist ein breitgefächerter Erfahrungsschatz und Kompetenzvielfalt entstanden.

In den letzten Jahren ist man als einzelne SHG, die alle ehrenamtlich geführt werden, doch an Grenzen gestoßen. Die Idee zu einem Regionalverband begann zu reifen und fand im Februar zu einer gemeinsamen Beratung der SHG-Leitungen die Vollendung. Die Gründung wurde beschlossen und nun steht die Eintragung als Verein an.

Was steht auf der Agenda?
Als wichtigste Aufgabe wird der Aufbau eines Kompetenznetzwerkes gesehen. In dieses Netzwerk sollen Partner aus verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Bereichen eingebunden werden. Ein entsprechendes Konzept ist derzeit in Arbeit und wird in Kürze vorgestellt .

Fest im Terminkalender stehen Seminare mit Psychotherapeuten und anderen Begleiteinrichtungen - ebenso wird die Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Diversity-Themen in Verwaltung und Unternehmen ein wichtiger Aspekt sein. Ein diskrimnierungsfreier Arbeitsplatz bringt dem Unternehmen einen ca. 30% effektiveren Mitarbeiter. Ein Aspekt, der sicher menschlich, wie auch unternehmerisch nicht von der Hand gewischt werden sollte.

Auf www.tibl.info kann man sich jederzeit über unseren jungen Regionalverband informieren - Fragen sind immer Willkommen.
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