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Konjunkturpaket ist ausgepackt

„Abpfiff“: Sanierung der Sportanlage Kralenriede fast abgeschlossen – Stegemann zieht Bilanz.

Von Marion Korth, 24.07.2011

Braunschweig. Gerade wird noch eine Lastwagenfuhre Splitt abgekippt, aber der Rasen des Fußballfeldes dahinter ist sattgrün und dicht wie ein Teppich. Die Arbeiten am Sportgelände des SV Kralenriede sind fast abgeschlossen. Es ist eines der letzten Bauprojekte, das mit Geld aus dem Konjunkturprogramm II verwirklicht worden ist.

Finanzdezernent Ulrich Stegemann zog jetzt Bilanz. Das Konjunkturpaket sei genau zum richtigen Zeitpunkt aufgelegt worden und laufe zum genau richtigen Zeitpunkt aus. Drei Viertel der Aufträge seien an Firmen in Braunschweig und dem Braunschweiger Land vergeben worden. Von Krise sei derzeit nichts mehr zu spüren, die Baufirmen sind wieder gut ausgelastet. Die Stadt bekommt das zu spüren, weil auf Ausschreibungen hin deutlich weniger Angebote eingereicht werden und Bauleistungen wieder teurer werden.
Das Konjunkturpaket II hatte ein Gesamtvolumen von fast 27 Millionen Euro, sieben Millionen steuerte die Stadt bei. Der geforderte Eigenanteil sei freiwillig aufgestockt worden, um keine halben Sachen machen zu müssen. „Wir konnten uns das leisten“, meinte Stegemann. 19 Projekte mit dem Schwerpunkt Jugend- und Familie wurden angepackt. Die Schulen wurden beispielsweise mit elektronischen Tafeln ausgestattet, Kindertagesstätten, Grundschulen und Jugendzentren saniert.
Der Sportplatz des SV Kralenriede liegt noch am selben Platz, ansonsten wurde alles erneuert, um durch eine bessere Gelände-nutzung zwei Fußballfelder anlegen zu können. Die Fußballsparte hat regen Zulauf, 14 Mannschaften sind im Spielbetrieb, zu viele für einen Platz. Die Zeit des Ausweichens auf andere Anlagen ist jetzt vorbei. Die Planer haben getrickst, die Spielfelder bei der Neuanlage um 90 Grad gedreht und zusätzlich Raum gewonnen, indem zwei Plätze, auf denen bislang Tennis gespielt wurde, hinzugenommen wurden. Ein Tennisplatz wird an anderer Stelle gerade neu angelegt. Eine große Flutlichtanlage sowie Ballfangzäune rund um die Fußballplätze sind weitere Neuerungen. „Kleintiersicher“, sagt Michael Loose, Abteilungsleiter im Fachbereich Stadtgrün, mit Blick auf die Metallzäune. Maulwürfe und Kaninchen sollen den schönen Rasen nicht gleich zunichte machen. Eine automatische Bewässerungsanlage, gespeist mit Brunnenwasser sowie ein großer Rasenmäher ergänzen das „Pflegepaket“.
„Wir freuen uns riesig, dass nach so vielen Jahren etwas passiert ist“, sagte Vereinsvorsitzender Horst-Dieter Steinert. Am zweiten Augustwochenende feiert die Fußballabteilung ihr 60-jähriges Bestehen auf der neuen Anlage. Danach geht es mit den Bauarbeiten gleich weiter: Das in den 1960er Jahren gebaute Sportheim erhält eine Wärmedämmung. Die Hälfte der Gesamtkosten von rund 32 000 Euro übernimmt die Stadt.
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