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"Galaktisch viel Spaß"

nB-Serie über Fanklubs. Heute: "The Northern Outpost"

Von Ingeborg Obi-Preuß, 09.09.2016.

Braunschweig. Ein Fanklub ist eine informelle oder auch formelle Vereinigung von Freunden oder Fans von „jemandem“ oder von „etwas“ – so beschreibt Wikipedia das Phänomen der gemeinsamen Leidenschaft. Wir suchen die schrägsten, nettesten oder auch ausgefallensten Clubs der Region.

Für die erste Folge unserer Fanklubserie haben wir zwei Männer getroffen, die sich regelmäßig in Star-Wars-Figuren verwandeln. Olaf Altenburg und Jan Tasarek sind im normalen Leben normale Bürger, aber daneben leben und lieben sie eine Parallelwelt. Auf eine sehr liebenswürdige Art und Weise – sie haben neue Freunde gefunden, einen hohen Anspruch an sich und ihr Hobby, und verstehen sich weitab von „Saufgelagen oder Stammtischen.“
Es geht um eine gemeinsame Philosophie, eine Haltung. Und – „wir wollen einfach nur galaktisch viel Spaß haben...“, sind sie sich einig.

"The Northern Outpost" - der Fanclub der Star-Wars-Gemeinde

Ticketkauf für eine Kanufahrt in der Touristinfo: „Obi – wie Obi Wan“ sage ich und erkläre damit wie immer die Schreibweise meines Namens „Obi-Preuß“. Der Verweis auf den berühmten Yedi-Ritter kommt meist gut an. Und hier besonders, ich ernte einen begeisterten Blick. „Da sind Sie ja bei mir genau richtig“, sagt der Touristinfo-Mitarbeiter, „ich bin Star-Wars-Fan mit Leib und Seele.“
Olaf Altenburg heißt der Mann am Counter, er erzählt mir von einem Fanklub in Hannover, wo sich regelmäßig eine „Star-Wars-Fangemeinde“ zusammenfindet. Schnell ist ein Treffen verabredet, zu dem Altenburg den Clubvorsitzenden Jan Tasarek mitbringt.

„Von Verrückten für Verrückte“, skizzieren die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft. Sie sind Star-Wars-Jünger; im Fanclub „The Northern Outpost“ treffen sie andere „Verrückte“ und leben eine „besondere Philosophie“. Es geht um helle und dunkle Seiten, die jeder Mensch in sich trage, um Aufrichtigkeit und Ehre, um eine besondere Haltung.
Bei Olaf Altenburg stand die Faszination für Anakin Skywalker am Anfang seiner „Star-Wars-Karriere“, inzwischen fühlt sich der 47-Jährige eher den Imperialen Sturmtruppen verbunden. „Sie sind aus den Klonkriegern des Galaktischen Imperiums entstanden, ihre Loyalität ist berühmt, sie widerstehen Bestechungen, Verführungen sowie Erpressungen“, erklärt Altenburg die Faszination „seiner“ Figur.
Hinter ihm liegen bereits mehr als 40 Star-Wars-Fan-Jahre. „Ich war fünf oder sechs Jahre alt, als ich meinen ersten Krieg-der-Sterne-Film gesehen habe, seitdem bin ich dabei“, erzählt Altenburg von den Anfängen seines lebensbegleitenden Hobbys.

Auch Jan Tasarek ist schon „ewig“ dabei. Der 35-jährige Polizist hat gemeinsam mit seinem Vater den ersten Star-Wars-Film gesehen, heute ist er Vorsitzender des Fanclubs. „Wenn ich gewusst hätte, was ich anrichte“, sagt sein Vater heute häufig kopfschüttelnd, angesichts der Leidenschaft, die in seinem Sohn für das Science-Fiction-Thema lodert.
Darth Vader und Boba Fett sind die Lieblingsfiguren von Jan Tasarek. Also eher die dunkle Seite. „Die Kostüme der Star-Wars-Figuren fand ich von Beginn an extrem cool“, erzählt er. Schon bald war Jan auf speziellen Facebook-Seiten aktiv und aus virtuellen Bekanntschaften entwickelten sich erste Treffen, schließlich ein Fanclub mit vielen Mitgliedern.

Virtuell sind sie mit anderen Fans verbunden, im Vereinsheim in Hannover organisieren sie Ausflüge, Teilnahme an Messen, bestellen die neuesten Kostüme oder beraten und helfen sich gegenseitig beim Selberschneidern der futuristischen Outfits. Das galaktische Vereinsleben ist halt doch sehr irdisch.
Wer Lust hat mitzumachen, ist eingeladen: https://www.facebook.com/Star.Wars.Fans.Hannover/
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