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„Es sind zu viele Unfallopfer“

14 tödlich verunglückte Motorradfahrer im vergangenen Jahr– Gedenkfahrt am 30. April.

Von Marc Wichert, 27.04.2011

Braunschweig. 14 Motorradfahrer verunglückten im vergangenen Jahr tödlich auf Braunschweigs Straßen. In Erinnerung an die Toten veranstalten die Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer (Acm) und die Stadt Salzgitter an diesem Sonnabend (30. April) eine Gedenkfahrt mit Gottesdienst.

Im Braunschweiger Dom werden Kerzen für die Unfallopfer entzündet, um zu Beginn der neuen Saison an die eigene Verantwortung im Umgang mit Gas und Bremse erinnert. Acm-Motorradseelsorger Reinhard Arnold, der seit der ersten Fahrt vor 24 Jahren dabei ist, spricht zwar von einer insgesamt erfreulichen Entwicklung der Unfallzahlen. „Aber 2010 gab es mit 14 Toten in der Region fünf Tote mehr als 2009 – eine traurige Steigerung“, sagte er gegenüber der nB. Häufig seien Motorradfahrer gerade in der Stadt Opfer unaufmerksamer Autofahrer. „Wir müssen jedes Frühjahr aufs Neue die Autofahrer sensibilisieren. Viele unterschätzen die Zweiräder. Dabei ist schon das billigste Motorrad so schnell wie der teuerste Sportwagen“, erklärte Arnold. Ebenso häufig würden viele Motorradfahrer sich selbst über- und die Geschwindigkeit ihres Motorrades unterschätzen. „Gerade ältere Fahrer, die sich ihren Jugendtraum erfüllen und ein Motorrad anschaffen, denken nicht an die Gefahren.“ Die Gedenkfahrt mit erwarteten 6000 Motorrädern startet Sonnabendmittag am Rathausplatz in Salzgitter, wo Berufsschüler auf einem Gedenkfeld Holzkreuze für die Opfer aufstellen. Die Kreuze bilden bei der Fahrt zum Dom auf einer Bus-Ladefläche die Spitze des Konvois.
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