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Wenn die Tonne zu groß ist

… dann gibt’s eine kleinere Gelbe? – nB-Leser bekam erst negativen, nun aber positiven Bescheid.

Von Martina Jurk, 06.10.2013.

Braunschweig. Die gelbe Wertstofftonne ist ein Dauerbrenner, bevor sie in einigen Wochen den Bürgern vor die Tür gestellt wird. „Größtmögliche Flexibilität“, versprach Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer in der letzten Ratssitzung. nB-Leser Gert Schröter machte bereits Erfahrungen damit.

Die gelbe Wertstofftonne wird zum 1. Januar 2014 eingeführt – und vierwöchentlich geleert. Dafür stimmte der Rat der Stadt mehrheitlich. Viele Bürger sind der Ansicht, dass das Volumen der bereitgestellten Tonnen bei diesem Leerungsrhythmus nicht ausreichen werde.
Nach Einführung der Tonne werde eine Erfolgskontrolle durchgeführt, inwieweit Größe und Leerungsintervall ausreichend, und ob die Bürger zufrieden sind – so der Ratsbeschluss weiter. Reiche das Volumen der bereitgestellten gelben Tonnen nicht aus, könnten die Bürger jederzeit kostenlos größere oder zusätzliche Behälter bestellen. „Wir wollen eine größtmögliche Flexibilität erreichen. Sie steht ganz oben. Wer eine größere Tonne will, bekommt sie“, so die Aussage des Stadtbaurates.
nB-Leser Gert Schröter, der in einem Einfamilienhaus wohnt, wollte aber einen kleineren Behälter als der ihm von Alba beschiedene – 120 statt 240 Liter. Vom Entsorgungsunternehmen bekam er die Auskunft, dass das nur in Verbindung mit einer 40-Liter-Restmülltonne gehe (er hat jetzt eine 60-Liter-Tonne, die er auch behalten möchte). Die Stadt Braunschweig erhebe für die Änderung eine Gebühr von 20 Euro.
Nach Erscheinen des Berichts in der nB über die besagte Ratssitzung fragte sich Gert Schröter, ob er da was falsch verstanden hat – von wegen Flexibilität. Die nB fragte bei der Stadt nach.
Rund 40 000 Haushalte seien zur Einführung der Wertstofftonne angeschrieben, von rund 3000 seien daraufhin unterschiedlichste Fragen, Ideen und Wünsche (auch nach größeren oder kleineren Behältern) zur Wertstofftonne bei der Abfallberatung vorgebracht worden. „Nur in wenigen Einzelfällen wurde den Wünschen der Bürger aus unterschiedlichen Gründen nicht gefolgt“, so Heinz-Georg Leuer. So auch bei nB-Leser Gert Schröter. Inzwischen sei aber auch für ihn eine passende Lösung gefunden worden. „Er wird nach erneuter Prüfung der individuellen Verhältnisse eine 120-Liter-Tonne bekommen. Die 60-Liter-Restmülltonne kann Herr Schröter wie gewünscht behalten. Demnach fallen auch keine Wechselgebühren an“, so die Antwort des Stadtbaurats.
Verwaltung und Alba würden bedauern, dass es in diesem Fall nicht sofort gelungen war, eine passende Lösung zu finden. Angesichts der vielen Anfragen bitten sie um Verständnis, dass auch mal etwas erst im zweiten Anlauf gelänge.
„Die Abfallberatung steht weiterhin allen Bürgern zu allen Fragen zur Wertstofftonne zur Verfügung. Im Rahmen der individuellen Beratung werden zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern für jede Anfrage Lösungen entwickelt. Im Einzelfall kann das auch mal die Änderung der Tonnengröße sein. Sowohl der Austausch gegen größere als auch gegen kleinere Behälter erfolgt dann kostenlos. Das gilt auch für das Hinzubestellen zusätzlicher Gefäße“, heißt es in der Stellungnahme des Stadtbaurates. Gert Schröter ist zufrieden. Sind Sie es auch?
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1 Kommentar
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Silvia Bein aus Braunschweig - Innenstadt | 06.10.2013 | 13:56  
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