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„Wechsel war genau richtig“

Schwere Pferde mit rosa Cowboyhüten führen den Umzug an. Archiv: Kleinschmidt

Achim Klaffehn ist die gute Seele des Karnevalsumzuges – und findet die Verschiebung gut.

Von Birgit Wiefel, 09.02.2018.

Helmstedt. Er hat sie alle begleitet: längere und kürzere, mit Motivwagen und ohne und einige auch durch schwierige Zeiten. Achim Klaffehn, ehemaliger Polizeibeamter, hat den Rosenmontagszug in Helmstedt vor 23 Jahren mit ins Leben gerufen und auch den Wechsel auf Samstag befürwortet. Was dieser für ihn und seine Heimatstadt bedeutet, erzählt er in einem Interview mit der NH:

?Herr Klaffehn, Helmstedt ist nicht Köln. Gibt es hier überhaupt eine Karnevalstradition?

!(lacht) Nein, eigentlich nicht. Aber wir wollten den Kindern hier etwas bieten. Sie sollten auch Kamelle sammeln und einen Umzug erleben dürfen. Deshalb haben wir vor
23 Jahren einen Rosenmontagsumzug ins Leben gerufen.

? ... der aber in diesem Jahr gar nicht am Rosenmontag stattfindet?

!Genau. Unter dem Motto „Liebe Narren, nicht vertun – Karneval ist am Samstag nun“ findet er zum ersten Mal heute statt – unter anderem aus Rücksicht auf die erwachsenen Aktiven, die jedes Mal Urlaub nehmen mussten.

? Führte der Wechsel denn im Vorfeld nicht zur Verwirrung?

!Nein, er hat sich sogar als Erfolg herausgestellt. Noch nie haben so viele Karnevalisten zugesagt wie in diesem Jahr. Mit
18 Gruppen haben wir 2018 den längsten Karnevalsumzug, den es je in Helmstedt gegeben hat.

?Was erwartet die Zuschauer ab 13.30 Uhr in der Innenstadt?

! Natürlich viel Musik, zum Beispiel mit der Sambagruppe Banda Racuda und einer mobilen Disco des THW. Oder das neue Kinderprinzenpaar Janna und Julian Jost. Ab 14.30 Uhr kann jeder bei der Karnevalsfeier im Jugendfreizeitbildungszentrum mitfeiern.

?Gab es in den mehr als
20 Jahren auch einmal schwierige Zeiten?

!Durchaus. Der Knackpunkt sind natürlich die Kosten. Da ist es wichtig, verlässliche Sponsoren zu finden. Und einem Bürgermeister war es schlicht zu teuer, den Empfang der Karnevalisten im Rathaus stattfinden zu lassen. Aber wir haben für „unseren“ Umzug immer gekämpft. Es gibt zwar keine Karnevalsgesellschaft in Helmstedt aber einen sehr engagierten Elferrat um Wolfgang Wrede und die Leiterin des Jugendfreizeitbildungszentrum, Denise Kuhnt.


?Kurz: Nach dem Zug ist vor dem Zug?

!(lacht) Auf jeden Fall. Es wird ganz sicher im nächsten Jahr wieder einen Umzug in Helmstedt geben – und ich wünsche mir, dass viele Helmstedter verkleidet kommen.
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