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Unterwegs in der Cyber-Welt

Präventionsrat ruft das „Aktionsjahr Medien“ aus – Podiumsdiskussion am 3. März.

Von Birgit Leute, 28.02.2015.

Braunschweig. WhatsApp, Facebook oder das Sandmännchen als Streaming-Video: Kinder und Jugendliche sind inzwischen ständig im Netz unterwegs. Der Präventionsrat und das Mediennetzwerk haben deshalb das „Aktionsjahr Medien 2015 “ ausgerufen. Am 3. März gibt es um 17 Uhr ein öffentliches Podiumsgespräch im Landesmuseum unter dem Titel „Virtuelle Welten¨– macht das Internet dumm, aggressiv, süchtig und asozial?“

Die Veranstaltung im Landesmuseum unter dem Titel „Macht das Internet dumm, aggressiv, süchtig und asozial“ ist nur eine von mehr als 100 Einzelaktionen im Aktionsjahr. Sie alle beleuchten die unterschiedlichen Facetten – positiv wie negativ – der modernen Medien.
„Obwohl Kinder und Jugendliche als ’digital natives‘ gelten, sind doch vor allem die ganz Kleinen eher ’digital naiv“‘, nennt Stefan Schaper, Koordinator des Braunschweiger Mediennetzwerkes ein Kernproblem.
In Workshops, Vorträgen oder Bar-Camps stehen deshalb Themen wie aktive Beteiligung, aber auch Risiken im Fokus, darunter Rechte an Fotos oder der sensible Umgang mit persönlichen Informationen. „Soziale Netzwerke bergen Gefahren, nämlich dann, wenn sich die angebliche Freundin mit der man sich verabredet hat, als älterer Mann mit dubiosen Absichten entpuppt“, sagt Cordula Müller, Leiterin der Polizeiinspektion Braunschweig. Rund 4000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind die Zielgruppe des Aktionsjahrs.

Im Fokus stehen Kindergartenkinder und Schüler, aber auch Lehrer und Eltern, die oft der Entwicklung des Webs „hinterherhinken“. „Unser Programm fängt früh – schon bei den Kleinkindern – an“, sagt Schaper. Denn: „Das Sandmännchen wird heute schon lange nicht mehr im Fernsehen, sondern als Streaming-Video im Netz angeschaut“, weiß der Koordinator.
Mit einer App, die im Play-Store erhältlich ist, kann rund um die ausgewählten Themen wie Soziale Netzwerke, Kultur, Braunschweiger Orte und technisches Know-how gerätselt und auch etwas gewonnen werden. Außerdem gibt es ein Theaterprojekt zum Thema „Digitale Lebenswelten“ unter Mitwirkung von mehr als 200 Jugendlichen, dem städtischen Kinder- und Jugendschutz sowie dem Staatstheater Braunschweig.

„Angebote rund um das Thema Mediennutzung gibt es bereits von verschiedenen Einrichtungen“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth, der auch Vorsitzender des Braunschweiger Präventionsrates ist. „Das Aktionsjahr will das Thema jedoch noch einmal besonders in den Fokus rücken, Akteure besser bekanntmachen und diese untereinander vernetzen.“


INFO:

• Alle zwei Jahre veranstaltet der Präventionsrat und das Mediennetzwerk ein Aktionsjahr. Nach „Gewalt“ (2011) und „Sucht“ (2013) liegt der Fokus in diesem Jahr auf den Medien.

• Mitveranstalter in diesem Jahr sind u.a. das Staatstheater, die Staatsanwaltschaft, Jugendzentren, Sozialverbände, das Haus der Kulturen und Museen.

• Infos zum Programm unter www.braunschweig-hilft.de/aktionsjahr.
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