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„Sucht ist ein Dauerbrenner“

2013 veranstaltet die Stadt das „Aktionsjahr Sucht“ für Jugendliche, Eltern und Pädagogen.

Von Birgit Leute, 16.01.13

Braunschweig. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern informativ und auf Augenhöhe startet in der kommenden Woche das „Aktionsjahr Sucht 2013“. Initiatoren sind der Braunschweiger Präventionsrat und der Arbeitskreis Suchtprävention.

Das Bier zum „Vorglühen“, die Zigarette für die „Coolness“: Drogen – egal ob legal oder illegal – sind in der Gesellschaft allgegenwärtig. „Zu den bekannten kommen heute noch viele dazu, die zumindest die Elterngeneration gar nicht mehr kennt“, so Sozialdezernent Ulrich Markurth. Dazu zählten beispielsweise die Computer- oder Internetsucht.
Mit dem Aktionsjahr wollen der Braunschweiger Präventionsrat und der Arbeitskreis Sucht Heranwachsende über die Risiken aufklären. „Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger“, betont Markurth“, „sondern einer positiven Ausstrahlung.“ „Klar. Unabhängig. Löwenstark“ laute deshalb auch das Motto.
Jeden Monat gibt es unterschiedliche Schwerpunkt, die sich an ganz verschiedene Gruppen richten. Den Anfang macht am 23. Januar das bereits ausverkaufte Stück „Schwefelgelb“, ein Schauspiel über Rausch und Grenzerfahrungen für Schüler ab der 9. Klasse. Lungenfacharzt Dr. Hubert Langhorst informiert dagegen am 5. Februar in der Grund- und Hauptschule Pestalozzistraße über die Folgen des Rauchens. „Zwar gibt es inzwischen eine große Zahl jugendlicher Nichtraucher, doch vielen ist immer noch nicht klar, was Nikotin im Körper bewirkt“, erklärt Rainer Schubert, Gesundheitsplaner im städtischen Sozialreferat.
Die Vorträge „Lieber schlau, als blau“ am 7. März oder „Immer Geflimmer im Zimmer“ am 28. Mai richtet sich dagegen an Eltern und Pädagogen. „Oft hakt es, wenn es um das gegenseitige Verständnis und eine Aussprache zwischen Eltern und Kindern geht“, weiß Petra Bunke von der Jugend- und Drogenberatung Drobs aus ihrer Arbeit. Entweder regten sich die Eltern zu sehr auf oder wiegelten den gelegentlichen Drogenkonsum ihrer Kinder mit den Worten „das ist schon nicht so schlimm“ ab. „Keine der Reaktionen ist hilfreich“, so Bunke. Die Vorträge lieferten Instrumente, wie ein Gespräch über Drogen am besten angefangen werden könnte.
„Das Thema Sucht ist ein Dauerbrenner“, betont die Leiterin der Polizeiinspektion Braunschweig Cordula Müller. „Selbst wenn sich in einem Bereich ein Rückgang verzeichnet lässt, wie etwa beim Komatrinken, entstehen doch immer wieder neue Arten; so zum Beispiel das Internet.“
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