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Sicher auf dem Weg zur Schule

Mit der Einschulung beginnen auch die Erfahrungen im Straßenverkehr – Tipps für Eltern.

Von Marc Wichert, 02.09.12

Braunschweig. Die großen Ferien sind vorbei und für tausende Kinder beginnt eine neue, aufregende Zeit: Schule. Aufregend ist die Zeit der Einschulung auch für viele Eltern, denn von nun an heißt es für die Kleinen, sich mit dem Straßenverkehr vertraut zu machen.

Viele Eltern bringen aus Sorge ihre Kinder zwar weiterhin selbst zur Schule, doch für die Selbstständigkeit der Kinder ist das nicht förderlich, meint Ines Fricke von der Polizei Braunschweig. Die Polizeihauptkommissarin arbeitet seit zwölf Jahren im Bereich Verkehrssicherheit und hat einige Tipps für Eltern und Kinder, wie der Schulweg sicher gemeistert werden kann.
„Der Straßenverkehr ist für Erwachsene gemacht, das muss immer berücksichtigt werden“, sagt Ines Fricke. Kinder seien kleiner, sähen also weniger und würden auch schlechter gesehen werden. „Bei den Kleinen ist das Richtungshören auch noch nicht richtig ausgebildet, sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen“, erklärt Fricke. Und: „Kinder sind natürlich viel spontaner als Erwachsene. Wenn irgendwo ein Ball hüpft, sind sie abgelenkt und laufen vielleicht sogar hinterher.“
Das können Eltern tun:
• Schon vor Beginn der Einschulung sollte der Weg zur Schule mit dem Kind abgegangen werden – am besten anhand des Schulwegeplanes. Den gibt es für jede Braunschweiger Grundschule im Internet und zeigt die sicherste Strecke unter Vermeidung besonders gefährlicher Punkte. „Besonders wichtig ist es, den sichersten Weg zu nehmen und nicht den kürzesten“, ergänzt Janina Kosmis-Ulrich vom Geschäftsbereich Prävention des Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (GUV).
• Auch wenn es schwerfällt: Die Kinder sollten am besten zu Fuß und ohne die Eltern zur Schule gehen. Die Kinder lernen dann, selbst Verantwortung im Straßenverkehr zu übernehmen, meint der GUV. Bei Wind und Wetter tun sie dabei automatisch auch noch etwas für ihre Abwehrkräfte und gegen Haltungsschäden und Übergewicht.
• Ein weiterer wichtiger Punkt: Sicherheit durch Sichtbarkeit. „Ein Autofahrer bremst nur, wenn er eine Gefahr sieht“, sagt Fricke. Deshalb sollten die Kleinen durch auffällige Kleidung und Ranzen sichtbar gemacht werden. Vor allem bei den Ranzen stellen Ines Fricke und ihre Kollegen immer wieder Mängel fest. Da gehe es oft mehr um ein tolles Aussehen, als um Sicherheit.
• Für Notfälle können für die Kinder „Sicherheitsinseln“ etwa beim Bäcker auf dem Schulweg eingerichtet werden. Stürzt das Kind, zieht ein schweres Gewitter auf oder passiert sonst etwas, hat das Kind so eine Anlaufstelle.
• Für Grundschüler gilt: Nicht mit dem Fahrrad zur Schule. „Kinder sollten nicht vor der bestandenen Fahrradprüfung, die in der Regel in der vierten Klasse stattfindet, mit dem Fahrrad zur Schule fahren“, rät Janina Kosmis-Ulrich vom GUV. „Erst in diesem Alter ist zu erkennen, dass Kinder die Fähigkeiten zur Bewältigung von Risiken im Straßenverkehr besitzen.“
Die Schulwegpläne für die Braunschweiger Grundschulen sind im Internet unter www.braunschweig.de zu finden. Tipps gibt auch die Deutsche Verkehrswacht unter www.deutsche-verkehrswacht.de.
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