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„Sehe mich als Geschichtenerzählerin“

Ida Gard. Foto: Christian Reinhard / oh

Die Dänin Ida Gard kommt mit den Songs ihres aktuellen Albums „Womb“ am 17. und 18. Februar in die DRK-Kaufbar.

Von André Pause, 10.02.2016.

Braunschweig. Die dänische Independentkünstlerin Ida Gard hat mit „Womb“ gerade ihr drittes Album veröffentlicht und ist am 17. und 18. Februar (jeweils 19.30 Uhr) live in der DRK-Kaufbar zu erleben. André Pause hat sich mit der Frau, die ein bisschen so klingt wie Alanis Morisettes jüngere Schwester, ausgetauscht.

? Ida, Deiner Biografie lässt sich entnehmen, dass Du einen Plattendeal eines Major-Labels abgelehnt hast. Meinst Du, dass der unabhängige Weg speziell für junge Künstler heutzutage der empfehlenswertere ist?

! Ich denke, dass jede Situation im Einzelfall bewertet werden sollte. Generell ist immer wichtig, mit Personen zusammenzuarbeiten, denen Du vertraust, und die umgekehrt auch an Dich glauben. Es ist schon etwas dran, dass die Major-Label-Welt eher ein Alles-oder-Nichts-Spiel geworden ist. Und das ist einfach hart.

? Du hast bislang drei Independent-Alben veröffentlicht: ein enormer Output für eine 22 Jahre alte Künstlerin. Wie würdest Du selbst Deine persönliche und musikalische Entwicklung im Laufe der Jahre beschreiben?

! Da gibt es einige Konfusionen bezüglich meines Alters, weil die andere Ida – also die, die die dänische Version von The-X-Factor gewonnen hat – einen meiner Songs gesungen hat. Ich bin nicht 22, sondern 29, und würde eigentlich sagen, dass mein Alter beginnt, sich meinen Ambitionen anzupassen. Mein Songwriting war schon immer recht reif, mittlerweile ist es jedoch stärker damit verbunden, wo ich im Leben gerade stehe. Es scheint sich alles irgendwie zu fügen.

? Wann hast Du denn mit dem Musikmachen begonnen?

! Ich habe mit neun Jahren angefangen. Das Schreiben kam natürlich später. Als ich damit begann, war ich allerdings überrascht, auf welch einfache Weise die Musik zu mir kam.

? Deine Inspirationsquellen werden heute andere sein als damals. Was inspiriert Dich aktuell beim Musikmachen?


! Zum aktuellen Album „Womb“ hat mich ganz offensichtlich das Buch „Popular Music From Vittula“ von Mikael Niemi sehr inspiriert. Ich sehe mich selbst als Geschichtenerzählerin. Demzufolge erhalte ich vermutlich auch sehr viel Input durch – Geschichten.

? Du hast Bob Dylan – auch ein toller Geschichtenerzähler – auf Tour begleitet. Wie war das für Dich? Hat er sich um Dich gekümmert? Bei seinem letzten Konzert in Braunschweig hat er sich, zumindest der Presse gegenüber, ein wenig eigensinnig präsentiert.

! Ich habe ihn ja nur bei einer Show supportet und ihn selbst gar nicht getroffen. Die Band- und Crewmitglieder waren allerdings unglaublich nett.

? Du spielst nun an zwei Abenden in der DRK-Kaufbar. Eine kleine Location. Einige Arrangements Deines neuen Albums sind sehr komplex. Wie bringst Du diesen Sound auf die Bühne?

! Wir haben ein paar Nummern, die wir neu arrangieren müssen, um sie live spielen zu können. Es ist ein großer Spaß, die Songs auf eine Art und Weise neu zu kreieren, ohne dass die Stimmung der Aufnahmen dabei verloren geht. Auf der anderen Seite finde ich es aber auch ganz schön, wenn die Lieder in der Liveshow nicht exakt so klingen wie die Album-Version. Es soll doch noch einen Grund geben, um in die Konzerte zu kommen, oder?

Weitere Infos zur Künstlerin unter: www.idagardmusic.com.
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