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Schlaue Eier tragen einen Helm

Wie stürze ich richtig? Max Barz und Nikolai Stahl, BundesligaKämpfer des Braunschweiger Judo-Clubs, demonstrieren auf der Matte einige Techniken.

Fünfter Verkehrserziehungstag klärte 170 Schülern über die Gefahren im Verkehr auf.

Von Birgit Leute, 25.08.2013

Braunschweig. Bohrer, Säge, Kokosnuss: Beim mittlerweile fünften Verkehrserziehungstag lernten 170 Braunschweiger Schüler, wie wichtig ein Fahrradhelm sein kann – manchmal anhand von drastischen Beispielen.

„So, wer spült?“. Philip Nickel schaut auffordernd in die Runde. Fünf Finger fliegen hoch. Über Mangel an fleißigen Operationshelfern kann sich der Facharzt für Neurochirurgie am Klinikum Braunschweig nicht beklagen. Gemeinsam mit Dr. Martin Willmann demonstrierte Nickel beim Verkehrserziehungstag, wie eine Kopf-OP, etwa nach einem Unfall, durchgeführt wird: Mit geübtem Griff setzt er einen Bohrer an eine Kokosnuss und bohrt sirrend ein Loch hinein. „Die Kinder begreifen hier schnell, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen“, erklärt Professor Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt am Klinikum und Initiator des Aktionstages.
In die gleiche Richtung geht auch der Ei-Versuch: Aus verschiedenen Höhen lassen die Schüler ein Ei fallen – erst ohne Mini-Styroporhelm, dann mit. Leon (11) von der Haupt- und Realschule Sickte ist beeindruckt. „Mir ist noch nichts mit dem Rad passiert, aber mein Schulkamerad hatte schon einen Unfall“, erzählt er und blickt nachdenklich auf das angeschlagene Ei ohne Helm.
Insgesamt drei Schulen – das Gymnasium Raabeschule, die Kennedy-Realschule und die Haupt- und Realschule Sickte – nahmen an dem Rundgang auf dem Klinikgelände an der Naumburgstraße teil. Neben der Arbeit als Operationshelfer lernten die 13- bis 14-Jährigen auch das Innenleben eines Notarztwagens kennen, den Toten Winkel bei einem Lastwagen und bewältigten mit dem Rad einen Geschicklichkeitsparcours.
„Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, ist enorm wichtig. Denn die Wege sind durch die Menge an Autos oder durch die besonderen Regeln in Fahrradstraßen oder Einbahnstraßen immer komplizierter geworden“, sagt Reinhard Manlik, Vorsitzender des Motorsportclubs der Polizei.
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