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Probleme? Zeit für Gespräche

Zogen Bilanz: der fachliche Leiter Jörg Lewerenz, Birte Hoffmann (Gifhorn), BEJ-Vorsitzende Dr. Marion Tacke und Geschäftsführer Hans-Georg Göres (v.l.). Foto: Thomas Ammerpohl

Mitarbeiter der Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung suchen nach Lösungswegen.

Von Martina Jurk, 16.10.2013

Braunschweig. Eltern sind am Ende ihrer Kräfte, weil ihr Kind nachts nicht durchschläft. Eine alleinerziehende Mutter ist ratlos, weil ihr Sohn die Schule schwänzt. Eltern wollen sich trennen, aber ihre Kinder leiden darunter – in all diesen Fällen ist der Rat von Profis hilfreich.

Die Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung in Braunschweig und Gifhorn ist dafür eine gute Adresse. Seit 61 Jahren gibt es den Verein Beratung für Familien, Erziehende und Junge Menschen (BEJ). Er ist Träger der Erziehungsberatungen am Domplatz und in der Jasperallee, der Jugendberatung BiB am Domplatz und der Erziehungsberatung in Gifhorn. „Fachlich, finanziell und organisatorisch hat sich seitdem eine Menge getan, um mit höchster Fachkompetenz mit Familien, Kindern und Jugendlichen ihre Probleme zu lösen“, bilanzierte BEJ-Vorsitzende Dr. Marion Tacke.
Spezielle Angebote wie die Trennungsberatung oder die Eltern-AG für Familien in besonders belastenden Lebenssituationen mit Kindern von der Geburt bis zur Einschulung seien sehr gut angenommen worden.
Das bestätigen Mütter und Väter, die in den beiden Braunschweiger Erziehungsberatungsstellen befragt wurden. Danach urteilten 66 bis 73 Prozent der Befragten, dass sich ihr Problem gebessert habe oder gelöst worden sei. Dass sich das eigene Erziehungsverhalten positiv verändert habe, sagten 89 Prozent. Mit Schwierigkeiten besser umgehen könnten 81 bis 88 Prozent. Die Beratungsstelle weiterempfehlen würden 96 bis 97 Prozent.
Auffällig ist die gestiegene Zahl der „Fälle“: von 1992 bis 2012 um 58,1 Prozent. Marion Tacke sieht als Gründe dafür, dass Beratung normal geworden, die Hemmschwelle also gesunken sei, dass Ratsuchende über das Jugendamt oder Sozialdienste vermittelt würden, dass Kindertagesstätten in den Stadtteilen und Lehrer in den Schulen aufmerksamer und sensibler auf die Probleme der Kinder und Jugendlichen reagieren würden. Auf einen Vollzeit-Mitarbeiter kommen heute 131 Fälle, 1992 waren es 85.
Um Arbeitsabläufe zu optimieren, Kosten zu sparen und den Mitarbeitern mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, die Beratung, einzuräumen, wurde die Leitungsstruktur der drei Braunschweiger Beratungsstellen des BEJ zusammengefasst.
Die Stelle eines fachlichen Leiters wurde neu geschaffen. Sie bündelt die drei bisherigen Leitungsstellen. Jörg Lewerenz hat sie seit 1. September – vorerst für zwei Jahre – übernommen.
Die Gifhorner Erziehungsberatungsstelle leitet Birte Hoffmann neu.
Kontakt: Beratung für Familien, Erziehende und Junge Menschen (BEJ), Geschäftsstelle Domplatz 4, Telefon: 12 68 44.
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