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Pflegenotstand stand nicht im Mittelpunkt

Gesundheitsamt veranstaltete 20. Symposium zum Thema Pflege – Fortbildung für Fachkräfte.

Von Birgit Leute, 25.09.2013

Braunschweig. Parasiten, Infektionen, Stress im Beruf: Bei den regelmäßigen Symposien des Gesundheitsamtes zum Thema Pflege geht es weniger um den vielzitierten Notstand in dem Bereich. In den Vorträgen kommen vielmehr ganz praktische Probleme zur Sprache.

Gedacht ist die Veranstaltung – inzwischen die Zwanzigste ihrer Art – als Weiterbildung für Pflegekräfte in Altenheimen, Krankenhäusern und der ambulanten Versorgung. „Auf unseren Symposien werden Dinge behandelt, die sich praktisch ändern lassen. Für alles andere ist die Politik zuständig“, stellt Dr. Sabine Pfingsten-Würzburg, Leiterin des Gesundheitsamtes mit Blick auf den Pflegenotstand dar.
Eines der Themen: Parasiten oder Infektionen. „Das niedersächsische Landesgesundheitsamt erreichen immer häufiger Fragen zur Krätze“, stellte Pfingsten-Würzburg fest. Dieser Parasit sei zwar nicht lebensgefährlich, aber sehr hartnäckig. „In Schulen und Kitas ist Krätze meldepflichtig, in Altenpflegeheimen nicht. Das macht es so schwierig mit genauen Zahlen“, bedauert Pfingsten-Würzburg. Sie erhofft sich für die Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit von Heim, Apotheke, Dermatologen und Amtsärzten. „Am gefährdetsten ist in diesem Fall das Pflegepersonal“, unterstreicht die Gesundheitsamtsleiterin. Gefährdet sind die Pflegekräfte nach wie vor auch von Burnout. „Ein Problem, mit dem besonders engagierte aber auch stark fremdbestimmte Menschen zu kämpfen haben“, sagt Dr. Silke Mahlstedt-Hölker, ehemalige Ärztin für Innere und Arbeitsmedizin in Wolfsburg. Sie versuchte in ihrem Vortrag die rund 100 Symposiumteilnehmer dafür zu sensibilisieren, mehr auf sich und die Kollegen zu achten. „Oft merkt es der Betroffenen ja gar nicht, wenn er Anzeichen des ’Ausgebranntseins‘ zeigt“, so Mahlstedt-Hölker.
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