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Ost meets West – oder Mayonnaise muss sein

 

Die Ukrainer lieben es deftig, Brasilianer eher exotisch.

Von Birgit Leute, 22.12.2013.

Wo die Temperaturen im Winter bis weit unter null fallen, muss ordentlich gegessen werden. Ordentlich, das heißt in diesem Fall: mit jeder Menge Mayonnaise. „Die kommt bei uns eigentlich überall dran, natürlich auch ans Weihnachtsessen“, erzählt Tania da Silva, gebürtige Ukrainerin.

Weihnachten – das findet in ihrem Land nicht am 24. Dezember, sondern gemäß des julianischen Kalenders in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar statt. Ein Fest, das eher zwischen Paten und Patenkindern gefeiert wird. „Sie tauschen Geschenke aus, nicht die Familien“, erklärt Tania. Auf den Tisch kommt an diesem Abend zum Beispiel ein Salat Olivier, eine Mischung aus Eiern, Kartoffeln, Kochwurst, Zwiebeln und – Mayonnaise. „Klar, dass man danach einen Wodka oder zwei zum Verdauen braucht“, sagt die Ukrainerin und lacht.
Weniger deftig, dafür exotisch geht es bei ihrem Mann zu: Manoel da Silva kommt aus Brasilien und empfiehlt aus seiner Heimat „Salpicão“, ein frischer Hähnchen-Gemüse-Salat, an den durchaus auch das eine oder andere Obst wie Ananas oder Mandarinen kommt. „Dazu gibt es dann Gegrilltes oder Farofa, eine Art Couscous aus Maniokmehl“, sagt Manoel.
Im Land der nächsten Fußball-WM findet an Weihnachten übrigens gleich der Frühjahrsputz statt: Bevor es losgeht, wird das ganze Haus von oben bis unten gefegt und gewienert, und wenn’s zeitlich reinpasst, auch noch kurz gestrichen. Außerdem werden ganze Weihnachtsbäume aus Hängematten gebastelt: Savoir vivre auf Brasilianisch.

Salat Olivier (4-6 Personen)

Zutaten:

300g Rindfleisch und/oder Kochwurst
350g Kartoffeln
150g Karotten
150g Zwiebeln
100g Saure Gurken
400g Erbsen aus der Dose
3 Eier
150 ml Mayonnaise
Salz. Pfeffer

Fleisch ca. 30-40 Min. kochen aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Kartoffeln und Karotten ca. 20 Min. mit Schale kochen und abkühlen lassen. Fleisch und/oder Kochwurst klein schneiden. Eier hart kochen, abkühlen lassen und klein schneiden, Zwiebeln hacken. Kartoffeln und Karotten pellen und in kleine Würfel schneiden. Saure Gurken würfeln. Alles in eine Schüssel geben, Erbsen ohne Flüssigkeit hinzufügen, alles gut vermengen und den Salat einige Stunden oder über Nacht durchziehen lassen.


Salpicão (8 Personen)


1 kg Hähnchenbrust
6 mittelgroße Kartoffeln
2 saure, grüne Äpfel
2 Möhren
1 Stange vom Staudensellerie
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
50 g helle Rosinen
1 große Zwiebel
200 g Mayonnaise
200 g Naturjoghurt
Salz
Etwas Öl zum Braten
etwas Zitronensaft


Zunächst die Hähnchenbrust von Haut und Knochen befreien, sie dann in kleinere Stücke zerschneiden, etwas salzen und dann in einer Pfanne mit wenig Öl langsam garen. Sie sollen zart bleiben, daher langsam und mit reduzierter Hitze braten und ausschalten, sobald sie anfangen braun zu werden. Die gebratenen Hähnchenbruststücke erkalten lassen.

Die 6 Kartoffeln schälen und in möglichst kleine Stücke schneiden, kurz in Salzwasser kochen und erkalten lassen. Genauso mit den Paprika verfahren.

Die beiden rohen Möhren raspeln, die ungeschälten Äpfel und den Staudensellerie in feine Würfel schneiden. Dazu noch die fein gewürfelte Zwiebel geben, alles miteinander vermengen und mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit die Äpfel nicht braun werden.

Das inzwischen erkaltete Hähnchenbrustfleisch mit den Händen in kleine Stücke zerreißen (nicht schneiden oder gar würfeln, es sollte faserig sein). Kartoffelstückchen, Paprika, Möhren, Äpfel, Sellerie und Zwiebel dazugeben, alles gut miteinander vermengen und 200 g Mayonnaise sowie 200 g Naturjoghurt und 50 g helle Rosinen unterheben. Mit Folie bedeckt im Kühlschrank 2 Stunden ziehen lassen, dann servieren.

Zu dem Salat passen Tortilla-Chips oder mit etwas Knoblauch geröstetes Baguette.
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