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OP-Luft fürs Medizinstudium

Das Projekt „Unter die Haut“ führte Schüler in den OP – Und macht Lust aufs Medizinstudium

. Von Marc Wichert, 06.04.2011

Braunschweig. Das Abitur steht bevor, manch künftiger Student wird sich auch schon die Frage nach dem richtigen Studienfach stellen. Für einige Schüler der Großen Schule Wolfenbüttel steht das Wunschfach bereits fest: Medizin soll es sein.

Geholfen bei der Wahl hat den Oberstufenschülern ein hautnaher Besuch im Klinikum an der Salzdahlumer Straße. Bei dem Projekt „Unter die Haut“ führte Professor Guido Schumacher die Schüler durch OP und Schleuse, erklärte Maschinen und Materialien und beantwortete Fragen zum Arbeitsalltag eines Chirurgen.
Nachdem die Straßenkleidung aus- und sterile OP-Kleidung angezogen worden war, ging es in den noch leeren Operationssaal. Schumacher erläuterte an Hand der Überwachungsmonitore und Instrumente die Abläufe einer Operation – von der Narkose des Patienten über das Öffnen der Haut mit dem Skalpell bis zum Vernähen mit unterschiedlichen Operationsnadeln. Die Schüler nahmen die Utensilien in die Hand und staunten über die Vielzahl der einzelnen Scheren und Klammern. Wie lang denn eine Operation dauere, will einer wissen. „Das ist natürlich unterschiedlich. Einen Leistenbruch machen wir in 45 Minuten, bei einer Speiseröhre kann es bis zu fünf Stunden dauern“, sagte der Professor. Zum Schluss müsse noch das komplette OP-Besteck gezählt werden. „So stellen wir sicher, dass nichts im Bauch vergessen wurde.“ Dann wurden die Schüler Zeugen einer echten Operation, bei der gerade der Bauchraum eines Patienten zugenäht wurde. Übel wurde keinem, eher scheint der Rundgang mit hautnaher Besichtigung den Wunsch nach einem Medizinstudium verstärkt zu haben.
Felix Pomykaj hat bereits sein Schülerpraktikum im OP gemacht. „Jetzt will ich nach meinem Abi auf jeden Fall Medizin studieren“, sagt der Schüler der 13. Klasse.
Mary-Ann Volze aus der
11. Klasse ist ebenfalls angetan: „Eigentlich habe ich mich eher für Tiermedizin interessiert. Da muss ich jetzt aber nochmal nachdenken.“ Auf jeden Fall solle es etwas mit Medizin sein.
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