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Niemand soll in die Röhre gucken

Analoges Satellitensignal wird am 30. April 2012 abgeschaltet – Für die Umrüstung wird es Zeit.

Von Marion Korth, 12.10.2011

Braunschweig. Es war lange angekündigt, jetzt wird es Wirklichkeit: Am 30. April nächsten Jahres stellen die Fernsehsender vom analogen auf das digitale Satellitensignal um. Wer sich nicht vorbereitet hat, schaut am 1. Mai in die Röhre, und die ist schwarz.

„Wir sind schon jetzt gut ausgelastet“, sagt Michael Sander, einer der Geschäftsführer des Fachgeschäftes Radio Ferner auf die Frage der nB. Er schätzt, dass bestimmt ein Viertel der Kunden nicht so genau wissen, welche Geräte sie im Wohnzimmer stehen haben, und auf welchem Weg ihr Fernsehprogramm eigentlich ins Haus kommt. Da gibt es eine Buchse in der Wand, ein Kabel, das war’s. Oder auch nicht.
Um sicherzugehen, dass Empfangstechnik, Fernseher und eventuelle Zusatzgeräte für die digitalen Signale geeignet sind, hilft nur eines. „Man muss sich das wirklich anschauen“, meint Sander. Im Zweifelsfall sollte der Kunde zum Fernsehfachhändler seiner Wahl gehen und sich beraten lassen. Dies auch, um eine einheitliche Lösung zu bekommen und kein Gerätesammelsurium mit Kabelsalat und vielen Fernbedienungen. Beim Besuch im Geschäft ist es in jedem Fall wichtig, Hersteller und Typenbezeichnung des Fernsehers zu kennen.
Wer in diesem oder dem vergangenen Jahr ein Markengerät gekauft hat, dürfte auf der sicheren Seite sein. Seit zwei Jahren haben sie in der Regel die sogenannten „Triple Tuner“ eingebaut, die mit der Digitalübertragung keine Probleme haben und auch die in der Qualität noch einmal deutlich besseren HD-Programme zeigen können (HD steht für „high definition“, hohe Auflösung).
Für den etwas einfacheren DVB-T-Standard sind seit fünf, sechs Jahren fast alle Fernsehgeräte ausgerüstet. „Es ist die Frage, was man möchte, aber für die meisten müsste DVB-T reichen“, sagt Sander. 25 Programme, darunter viele öffentlich-rechtliche wie ARD, ZDF und die dritten Programme, bislang aber keine in HD-Qualität, lassen sich darüber auch weiterhin schauen. Das digitale Signal wird über eine kleine Zimmerantenne empfangen.
Nachholbedarf haben ziemlich sicher alle Menschen mit älterem Fernseher und einer Satellitenschüssel am Haus, die vor zwölf oder mehr Jahren installiert worden ist. Sie werden kaum umhinkommen, an der Schüssel einen neuen Empfangskopf (LNB) anzubringen und brauchen für den Fernseher einen für das neue digitale Satellitensignal tauglichen Receiver. Unter Umständen seien sogar umfangreiche Verkabelungsarbeiten notwendig, um die Schüssel neu zu verbinden. „Noch bis zum Ende der 90er Jahre sind zum Teil für die neue Technik ungeeignete Kabel verwendet worden“, sagt Sander. Aus seiner Erfahrung mit vorangegangenen Umstellungen weiß er, „dass sehr viele Leute sehr spät kommen“. Wenn es um die Umrüstung einer Sat-Schüssel geht, ist ein bisschen Eile geboten. Die Mitarbeiterkapazitäten sind begrenzt und: „Wir haben jetzt Herbst und aus Sicherheitsgründen schicken wir niemanden bei Eis, Schnee oder Sturm aufs Dach“, sagt Sander.
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