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Mettbrötchen ohne Mett und mehr

Erbil Günar hat alle Hände voll zu tun: Seine veganen Döner kommen gut an. Foto: Hübner

Das dritte „Vegan-Life-Festival“ in Braunschweig war gestern ein Besuchermagnet.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 15.09.2013

Braunschweig. Die Botschaft ist klar und die Menschen, die sie hören wollen, werden offensichtlich immer mehr: Das „Vegan-Life-Festival“ gestern auf dem Platz der Deutschen Einheit war sehr gut besucht.

„Und längst kommt nicht mehr nur die als Ökofreaks belächelte Szene“, freut sich Festival-Organisatorin Sabine Pankau, „sondern aus allen gesellschaftlichen Bereichen und aus jeder Altersklasse hatten wir heute Besucher hier zu Besuch.“
Der inzwischen dritte vegane Markt in Braunschweig präsentierte diesmal an besonders vielen Ständen Essen und Getränke. „Früher hatte wir vor allem Informationsmaterial“, sagt Pankau, „aber die Besucher sollen und wollen probieren, wie vegan schmecken kann.“
Gut. Das ist schnell klar. Die Jungs am Stand Dörenay kommen mit dem Füllen ihrer veganen Döner kaum hinterher, die Schlange der Wartenden ist lang. Auch die Mettbrötchen (ohne Mett) gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Die Zutaten sind aus Reiswaffeln, Zwiebeln, Tomaten, Tomatenmark, Petersilie, Öl und einigen Gewürzen. Klingt dröge, schmeckt lecker. Sehr gut auch am Nachbarstand die Suppen aus Linsen oder Süßkartoffeln. Und zum Nachtisch einen veganen Muffin. Perfekt.
Vegan bedeutet, ohne irgendetwas vom Tier. „Auch Honig wird von uns nicht verwendet“, sagt Pankau, wobei sie die Sache mit dem Honig nicht so ganz streng sieht. Sonst aber gibt es keine Ausnahmen und keine Kompromisse. Kein Fleisch, keine Eier, keine Milch, nichts vom Tier eben. Die Stiefel, die sie trägt, sind aus Kunststoff.
Seit 10 Jahren ist Sabine Pankau auf diesem Weg, „und immer mehr Menschen machen mit“, freut sie sich, „ auch die Angebote werden immer vielfältiger.“ Sie betreibt das Cafè Micky & Molly am Altewiekring 20, „wir hatten gerade eine große Gesellschaft und bewirteten vegan zum 80. Geburtstag“, freut sie sich.
Der vegane Weihnachtsmarkt fällt in diesem Jahr in Braunschweig aus, Sabine Pankau und einige Mitstreiter fliegen nach Amerika, um ihre Idee und vielleicht ein veganes Café unter die Menschen dort zu bringen.
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