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Mehr Sicherheit dank Ersatzfahrzeug

Drei Fahrwettbewerbe umfasst der Carolo-Cup: Parken sowie Zeitfahren mit und ohne Hindernisse. Foto: A. Pause

Teilnehmerrekord beim 8. Carolo-Cup: 20 Teilnehmerteams kämpften um die Modellautokrone.

Von André Pause, 11.02.2015.

Braunschweig. 20 Teams waren es, die gestern Abend beim 8. Carolo-Cup jeweils ein autonomes Modellauto auf die gummierte Bahn in der TU-Aula schickten. Nacheinander wohlgemerkt, in drei Disziplinen: Parken sowie Zeitfahren mit und ohne Hindernisse.

Mehr als 200 Akteure sorgen für beengte Verhältnisse im Haus der Wissenschaft, weshalb der 2008 vom Institut für Regelungstechnik ins Leben gerufene Wettbewerb erstmals nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch die Trainingszeiten werden im Vorfeld dementsprechend entzerrt. „In den vergangenen Jahren hat es Zusammenstöße gegeben, was die Teams kurz vor dem Start natürlich verunsicherte“, sagt Sven Böhme vom Organisationsteam.
Vielleicht haben die Lokalmatadore vom Team-CDLC deshalb gleich einmal zwei Fahrzeuge gebaut. Teamsprecher Thomas Holleis lächelt: „Wir machen das aus Sicherheitsgründen. Je näher der Cup kommt, desto mehr geht erfahrungsgemäß kaputt.“ Die Vorteile ihres neuen Autos „Carolinchen VII“ im Vergleich zum Vorgängermodell liegen vor allem im geringeren Gewicht (von drei auf 2,3 Kilogramm wurde abgespeckt) und der Schwerpunktverlagerung nach unten. „Die Fahrdynamik ist nun deutlich besser“, skizziert Holleis. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Stefan Helm – insgesamt sind 14 Studenten verschiedenster Fachrichtungen am Team-CDLC beteiligt – stellt er „Carolinchen VII“ einer Fachjury mit Vertretern aus der Automobilwirtschaft vor. Deren Interesse sei nicht nur altruistischer Art, wie Sven Böhme versichert. Dass das internationale Teilnehmerfeld (jeweils ein Team aus Göteborg und Moskau) zum Talentpool für Unternehmen wird, ist logisch. Beinahe ein komplettes Jahr bringen sich die Hochschüler in ihre Teams ein. „Von März bis September sind es etwa vier Stunden pro Woche, danach wird es wesentlich mehr“, schildert Stefan Helm, der sich im Masterstudium der Elektrotechnik befindet. In den letzten Wochen vor dem Wettbewerb wir die Sache zum Fulltime-Job.
Auch wenn es im Einzelfall mal kleine Schwierigkeiten gibt, lohnt sich die investierte Zeit. Am Ende fahren die Modellautos mit einem Affenzahn auf den geraden Strecken des 50-Meter-Parcours. Mehr als 14 Kilometer pro Stunde schafft das „Carolinchen“ konstruktionsbedingt, mehr als sieben sind es in Kurvenlagen. Einen weiteren interessanten Ansatz verfolgt das Team GalaXIS der RWTH Aachen: „Unser Trumpf in diesem Jahr ist der mit 20,5 Zentimetern kleinstmögliche Radstand. Zudem sind beide Achsen lenkbar, damit möchten wir einen Vorteil im Parklückenwettbewerb erzielen“, sagt GalaXIS-Mann Axel Uhlig.

Dies sind die Sieger beim Carolo-Cup 2015:

Hauptwettbewerb:

1. Platz: Team Spatzenhirn, Universität Ulm
2. Platz: Team CDLC, TU Braunschweig
3. Platz: Team KITcar, Karlsruhe Institute of Technology

Junior Cup:
1. Platz: Team GITrivES, Hochschule Esslingen
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