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Magni-Tiefgarage soll im September fertig saniert sein

Dort wo die Brandhitze am größten war, müssen Stahlbewehrung und Beton auf einer Fläche von 15 mal 15 Metern um die Brandstelle erneuert werden. Bauarbeiter entfernen gerade den Beton an der Decke zum ersten Untergeschoss. Foto: Thomas Ammerpohl
 
Vor der Einfahrt der Tiefgarage Magni müssen Autofahrer warten, denn es können nur das erste Untergeschoss und damit die Hälfte aller Parkplätze genutzt werden.

Nach Brand im August 2014: Die Arbeiten im zweiten Untergeschoss haben jetzt begonnen.

Von Martina Jurk, 10.06.2015.

Braunschweig. Gute Nachrichten für Parkplatzsucher in der Innenstadt: Im September soll die gesamte Tiefgarage Magni wiedereröffnet werden – gut ein Jahr nach dem verheerenden Brand im zweiten Untergeschoss. Mit dessen Sanierung ist jetzt begonnen worden. Was ist seit der Katastrophe passiert und wie geht es weiter? Ortstermin mit Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und Projektleiter Gottfried Müller vom städtischen Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement.

Um Spekulationen von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, betonte Leuer: „Mit den Sanierungsarbeiten liegen wir im Zeitplan.“ Zurzeit werde in drei Parkhäusern gearbeitet. „Wir haben sehr darauf geachtet, die Arbeit in den drei städtischen Garagen so einzuteilen, dass trotz Sperrungen so viele Plätze wie möglich zur Verfügung stehen.“ Aktuell stehen in der Magni-Tiefgarage 225 von 445 Plätzen wieder zur Verfügung. Die Sanierung kostet die Stadt 1,4 Millionen Euro.

Beim gestrigen Ortstermin sah es im ersten Untergeschoss (UG) schon fast aus wie vor dem Brand. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ist die Etage in Betrieb, ganz frei sein soll sie ab Ende August. „Sicherheitstechnisch ist das Geschoss auf dem aktuellsten Stand“, sagte Gottfried Müller. Etwas problematisch sei der An- und Ablieferverkehr, der nur zwischen 6 und 7 Uhr morgens über die Einfahrt zum Parkhaus erfolgen könne.
Um mit der Sanierung beginnen zu können, waren umfangreiche Vorarbeiten nötig wie die Dekontaminierung und Reinigung. „Die Wände und Decken mussten gewaschen werden. Das Wasser wurde aufgefangen und speziell entsorgt. Eine abschließende Prüfung ergab, dass die Reinigung erfolgreich war“, erklärte Müller. Die Installationen der beiden Etagen wurden technisch getrennt, um den Betrieb im ersten Untergeschoss aufnehmen zu können. Der Schaden musste durch Gutachter festgestellt, Gremienbeschlüsse und Ausschreibungen vorbereitet werden.

Was jetzt geschieht

Es laufen unter anderem die Vorarbeiten zum Austausch der Brandschutztore und der Erneuerung der Sprinkleranlage sowie die Betonsanierung im Bereich des Brandherdes.
Zur eigentlichen Brandschadenssanierung gehört die Erneuerung der durch den Brand völlig zerstörten Elektrotechnik sowie von Stahlbewehrung und Beton auf einer Fläche von etwa 15 mal 15 Metern um die Brandstelle. Auch der Asphalt in diesem Bereich ist brüchig und wird ausgetauscht. Eine neue Bewehrung wird eingebaut, der brüchige Beton wird mit einem Höchstdruck-Wasserstrahlverfahren abgebrochen und durch einen Spritzbeton ergänzt. Die Brandschutztore sind durch Brand und Dekontamination in Mitleidenschaft gezogen und müssen ersetzt werden.
Im Zuge der Sanierung würden Arbeiten miterledigt, die sowieso in den nächsten Jahren nötig geworden wären, so der Stadtbaurat. Dafür gibt die Stadt zusätzlich 500 000 Euro aus.
Ob die Stadt für die vom Brand verursachten Sanierungskosten von 1,4 Millionen Euro letztlich komplett aufkommen muss, ist noch nicht geklärt. Zum Zeitpunkt des Brandes war die Stadt nicht versichert. Inwieweit die Versicherung des Brandverursachers bereit ist, einen Teil der Kosten zu tragen, ist unklar. „Das ist noch ein schwebendes Verfahren“, sagte Heinz-Georg Leuer.

Die anderen Garagen

Packhof-Garage: Brandschutztore wurden erneuert. Austausch eines veralteten Transformators in den Sommerferien. Plätze: 1060.
Eiermarkt: Sanierung des zweiten Geschosses, im Wesentlichen Betonerneuerung. Plätze: 340 im ersten Untergeschoss derzeit nutzbar, nach Ende der Sanierung im 2. Untergeschoss dann insgesamt wieder 680.

Zeitplan

Magni: Komplette Schließung der Tiefgarage vier Wochen in den Sommerferien (erstes UG frei ab Ende August, gesamte Garage im September).
Packhof: Nach der vierwöchigen Schließung der Magni-Garage eine Woche lang Schließung Packhof.
Eiermarkt: Abschluss der Arbeiten Anfang Juli.
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