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Lecker: Lasagne ohne Nudeln

Letzte Vorbereitungen für den Feldsalat mit Cocktailtomaten: Gastgeberin Renate Pütz (l.) und nB-Redakteurin Marion Korth. Fürs Dressing mischt Renate Pütz „Soja Cuisine“ von Alpro (gibt es bestimmt auch von anderen Herstellern) mit etwas Wasser. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer aus der Mühle sowie Gewürz-Blüten von Sonnentor. Foto: T.A.

Einladung zum veganen Abendessen – „BesserEsser“ auf Unser38 ließen es sich schmecken.

Von Marion Korth, 19.03.2014.

Braunschweig. Aus dem weltweiten Netz ins reale Leben. Renate Pütz ernährt sich seit vier Jahren vegan und ist auf dem Mitmachportal Unser38 Mitglied der Gruppe „BesserEsser“, deren Mitglieder sie kurz entschlossen zum (veganen) Abendessen zu sich nach Hause eingeladen hat.

So viel vorweg, wer nicht dabei war, hat kulinarisch etwas verpasst. Dieses Abendessen zeigte gut, das der Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs nicht wirklich etwas mit Verzicht zu tun hat: Schlemmen und genießen geht auch vegan – ohne Fleisch, ohne Eier, Butter oder Honig. „Steter Tropfen höhlt den Stein, meinen Gästen setze ich konsequent veganes Essen vor“, sagt Renate Pütz. Bekehren will sie niemanden. „Das ist einfach mein Beitrag, wenn keiner etwas macht, dann passiert auch nichts.“ Zunächst hatten sie gesundheitliche Gründe und der wiederkehrende Rat einer Bekannten dazu gebracht, ihre Ernährung komplett umzustellen und selbst auf ihren geliebten Käse zu verzichten. Nach jahrzehntelangen Arthroseschmerzen im Knie sagte sie den Operationstermin schließlich ab und wagte den Versuch. Die Krücken, ohne die sie vorher nicht mehr gehen konnte, stehen nun im Keller. Renate Pütz fühlt sich topfit. Für sie spielen mittlerweile auch ethische Überlegungen eine Rolle, weshalb sie kein Fleisch oder Käse isst und keine Milch trinkt. Auch auf Weißmehl verzichtet sie der Gesundheit wegen weitestgehend.

Hier das Rezept („Das habe ich von meiner jüngsten Tochter.“) für ihre vegane Lasagne ohne Nudeln: 180 Gramm fester Tofu natur, eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, 120 Gramm Möhren, circa vier Esslöffel Olivenöl, 130 Gramm Tomatenmark, einen Teelöffel Oregano, 1,5 Teelöffel Agavendicksaft, 70 Milliliter Rotwein, Meersalz, schwarzen Pfeffer, ein halbes Bund Basilikum, 15 Gramm weißes Mandelmus, zehn Milliliter stilles Wasser, eine Zucchini (hauchdünn mit dem Schäler geschnitten oder gehobelt).

So wird`s gemacht: Backofen auf 250 Grad vorheizen. Den Tofu mir einer Gabel zerkleinern und circa drei Minuten anbraten. Zwiebel, Knoblauch, Möhren würfeln und ebenfalls in die Pfanne geben, drei Minuten lang unter Rühren anbraten. Jetzt das Tomatenmark, Agavendicksaft und Oregano dazugeben. Gut mischen und mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und das fein geschnittene Basilikum unterheben.
Das Mandelmus in einer Schale mit dem Wasser verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Jetzt kann fleißig geschichtet werden: Man beginnt mit einer Lage leicht überlappender Zucchinischeiben, die zuvor mit einem Esslöffel Olivenöl und etwas Salz gemischt worden sind, darauf gibt man eine Lage Füllung. Die beiden Schichten wechseln sich so lange ab, bis alle Zutaten verbraucht sind.
Den Abschluss bildet die Schicht aus weißem Mandelmus. Dieses wird auf die Lasagne gegeben und gleichmäßig verteilt. Jetzt ab in den Ofen, bis die Mandelmusschicht goldgelb ist, dauert es circa fünf Minuten. Nach Geschmack mit Olivenöl beträufeln und Basilikum garnieren. Guten Appetit!
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