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Knapp 500 Euro für Geschenke

Der Weihnachtsmarkt am Sonnabend: Einer der großen Magneten in der weihnachtlichen Stadt. Foto: Thomas Ammerpohl

Handelsverband Hannover legt Zahlen vor – Weihnachtsgeschäft in Braunschweig läuft gut an.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 30.11.2014.

Braunschweig. Auftakt der Weihnachtszeit nach Maß.

Volkmar von Carolath spricht von einem „wunderbaren Auftakt“. Als Vorstandsvorsitzender im Arbeitsausschuss Innenstadt hat er das erste Adventswochenende besonders genau im Blick. „Wir liegen über dem Vorjahr“, beurteilt er das Weihnachtsgeschäft.
Und zumindest ein Artikel gilt als Ausverkauft: „Der Adventskalender von Lego ist weg“, sagt Susanne Hollenbach, Geschäftsführerein Galeria Kaufhof und ebenfalls im AAI-Vorstand.
„Ich bin kein Freund von immer neuen Rekorden“, erklärt von Carolath. Es gehe zwar auch, aber nicht nur um das Geschäft, sondern die Atmosphäre der Stadt sei besonders wichtig. „Und da sich alle so viel Mühe geben, ist es so eine einmalige Stimmung hier.“ Er spricht vom Dom, in dem viele Besucher eine kurze Pause einlegen, vom Weihnachtsmarkt und dem täglichen Musikprogramm, von der Eislaufbahn, die schon richtig gut besucht ist, vom Wunschbaum und von vielem mehr.
Die Tiefgarage Magni ist nach dem Brand geschlossen, aber die Garage am Eiermarkt steht seit Freitag wieder komplett zur Verfügung. „Damit fehlen uns nur noch 400 unserer insgesamt 5500 Tiefgaragenplätze in der Innenstadt“, ist von Carolath optimistisch.
Die meisten Gäste, die mit dem Auto in die Stadt kamen, seien gut vorbereitet gewesen. „Viele haben das Park-Leit-System beachtet“, sagt von Carolath, damit seien längere Staus vermieden worden. „Allerdings gehört eine gewisse Wartezeit einfach zum Weihnachtsgeschäft“, ist von Carolath überzeugt, „es wäre ja traurig, wenn die Stadt ganz leer wäre.“ Das war sie auf jeden Fall nicht. Susanne Hollenbach hat in ihrem Haus besonders viele Besucher von außerhalb wahrgenommen. „Es wurde viel Werbung für unseren schönen Weihnachtsmarkt gemacht und es gibt ja auch spezielle Weihnachtsmarktreisen, ich habe den Eindruck, dass viele Besucher mit dem sogenannten Weihnachtsmarkt-Hopping unterwegs waren.“ Und vor oder nach dem Markt sind die Menschen durch die Geschäfte gezogen. „Das Wetter hat uns natürlich auch in die Karten gespielt“, betont von Carolath. Vor allem für den Kauf von Winterbekleidung spielt das eine große Rolle. „Heute gingen endlich auch dicke Jacken raus“, freut sich Hollenbach, „die hingen bislang wie Blei.“ Jacken, Mützen, Schals gehen also gut, Spielsachen auch, der Verkaufsschlager aber war der Adventskalender von Lego. „Ausverkauft“, sagt Susanne Hollenbach.
Beim Schmuck dagegen gibt es noch „Luft nach oben“, wie der Juwelier Tobias Rödiger vom ersten Adventssonnabend berichtet. Sein Geschäft am Sack sei zwar sehr gut besucht gewesen, aber der große Andrang war das noch nicht. Aber das sei normal, weiß der Geschäftsmann. „Viele meiner Stammkunden waren schon im November hier, weil sie in Ruhe auswählen möchten und weil sie wissen, dass bei Änderungen noch zwei, drei Wochen Zeit nötig sein können“, berichtet er. „Heute waren eher Ehepaare im Geschäft und haben sich umgeschaut“, sagt Rödiger, dabei habe der Mann als „Weihnachtsmann“ Tipps bekommen, was er noch kaufen könne. Das Weihnachtsgeschäft in seiner Branche laufe traditionell erste 14 Tage vor dem Fest an.
Laut Handelsverband Hannover werden in Niedersachsen durchschnittlich für Geschenke 492,95 Euro ausgegeben.
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