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Keine Eiszapfen am Tannenbaum

Offene Rechnungen: 1200 Kunden gesperrt.

Von Marion Korth, 24.11.2010.

Braunschweig. Viele haben in diesen Tagen Post von BS-Energy bekommen. Strom und Gas werden teurer. Für manche war Energie schon vorher unbezahlbar. Wegen offener Rechnungen wurden fast 1200 Kunden gesperrt.

Das ist der Stand von Ende Oktober. Immerhin ist die Tendenz rückläufig. Im Jahr 2009 sind 1536 Sperrungen vorgenommen worden. Dies sei allerdings der letzte Schritt, wenn Zahlungsaufforderungen nicht nachgekommen werde. Eiszapfen am Tannenbaum wünscht sich niemand. „Wie in jedem Jahr werden wir uns selbstverständlich großzügig zeigen und die besondere Situation der Menschen vor Weihnachten berücksichtigen“, teilt der Energieversorger auf Anfrage der nB mit mit.

Wer seine Energiekostenrechnungen nicht zahlen kann, sollte nur eines nicht tun: Nämlich nichts tun. Trotz etlicher vorgeschalteter Schritte seien nach Mitteilung von BS-Energy in 2010 (Stand: 31. Oktober) 1193 Sperrungen und 1149 Entsperrungen vorgenommen worden. Damit ist die Anzahl der Sperrungen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig: In 2009 waren es 1536 Sperrungen und 1554 Entsperrungen.
Bei Zahlungsausständen werde nach Auskunft von BS-Energy grundsätzlich so vorgegangen: Dem Kunden wird die Außerbetriebsetzung als Folge seiner Nichtzahlung in Form eines schriftlichen Mahnschreibens angekündigt. Bei nicht erfolgter Zahlung wird er nach weiteren vier Wochen über die bevorstehende Außerbetriebsetzung vorher nochmals informiert. Somit bleibe ausreichend Zeit, die offene Forderung zu begleichen oder sich mit dem Versorgungsunternehmen in Verbindung zu setzen. „Liegen dann Gründe vor, die gegen eine Außerbetriebsetzung sprechen, führen wir diese nicht durch“, teilt BS-Energy mit.
• Vor eine Außerbetriebsetzung ist grundsätzlich mindestens ein Kassierversuch vorgeschaltet.
• Die Außerbetriebsetzung wird wenigstens drei Tage vorher angekündigt.
• Bei erkennbarem Grund (Kleinkinder, Krankheit, Gebrechlichkeit bei älteren Kunden) wird eine Sperrung ausschließlich nach Rücksprache vorgenommen.
• Weist der Kunde nach, dass er wegen einer Kostenübernahme mit einem Sozialträger verhandelt, wird ebenfalls bis zur Vorlage eines Entscheides nicht gesperrt.
• Bei Zahlungsschwierigkeiten gewährt das Unternehmen gegebenenfalls Ratenzahlungen.
• Auf Wunsch des Kunden werde ein Kontakt zum Sozialträger hergestellt. Aufgrund der strengen Auflagen des Sozialdatenschutzes sei es allerdings nicht möglich, direkt mit Sozialträgern Kontakt aufzunehmen. Kunden, die äußern, dass sie zahlungsunfähig sind, würde aber empfohlen, sich an die Arge oder das Sozialamt zu wenden. Entsprechende Kontaktdaten würden bei Bedarf ebenfalls zur Verfügung gestellt.
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