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Jetzt kommt Leben in das Haus

Unter der Kante liegt der Eingangsbereich.
 
Blick aus einem Eckzimmer in Richtung Hagenmarkt.
Braunschweig: Jugendherberge |

Die neue Jugendherberge öffnet zum Juli – Morgen ist eine Besichtigung möglich.

Von Andreas Konrad, 27.06.2015.

Braunschweig. Sieht man von den Etagenbetten und dem Fehlen eines Fernsehers ab, könnte man auch in einem Hotelzimmer stehen. Freundlich, modern, mit eigenem Bad – so präsentieren sich die 44 Zimmer mit 161 Betten der neuen Jugendherberge an der Wendenstraße. Am Mittwoch (1. Juli) startet der offizielle Betrieb, am Sonntag (28. Juni) steht das Haus bereits Besuchern im Rahmen des Tages der Architektur offen.

Drei Jahre wurde gebaut, bereits Ende April offiziell eingeweiht und insgesamt 8,2 Millionen Euro, rund drei davon aus städtischen Mitteln, investiert. Die letzten Handwerker befinden sich noch im Haus, aber wenn am Mittwoch die ersten 100 Gäste kommen, sei alles bereit, verspricht Herbergsvater Andreas Hansen.
Das Klischee vom strengen Herbergsvater, der mit einem dicken Schlüsselbund über die Flure streift und permanent zur Ordnung mahnt, hat ausgedient. Die Türen funktionieren mit Chipkarten und auch sonst ist Andreas Hansen ein eher freundlicher Mensch. Für den neuen Leiter der Braunschweiger Jugendherberge erfüllt sich ein langer Wunsch. „Ich wollte schon immer Hoteldirektor werden“, sagt er mit einem Lächeln.
Insgesamt 16 Mitarbeiter hat Hansen, jeweils fünf in Küche, Reinigung und Empfang sowie einen Hausmeister. Das sei aber eher ein statistischer Wert, versichert er: „Hier muss jeder alles können.“ Der 28-Jährige ist gelernter Hotelbetriebswirt und bereits seit zehn Jahren für die katholische Kirche in Ferienlagern aktiv. Besonders die Gemeinschaft sei ihm wichtig und genau das grenze auch ein Hotel von einer Jugendherberge ab. „Die Gäste sollen sich mit sich beschäftigen und nicht bloß übernachten“, so der aus Neuss stammende Herbergsvater.
Und Gäste wird er reichlich haben. Die Buchungssituation sei sehr gut, viele Schulen aus Niedersachsen hätten sich angekündigt. Aber auch ungewöhnliche Anfragen landen auf Hansens Schreibtisch. „Wir haben Studenten, die nach einer Langzeitmiete fragen, weil sie keine Wohnung haben.“ Auch hier versucht er zu helfen und ist in Kontakt zum Studentenwerk, um Lösungen zu finden, denn dauerhaft ginge das nicht. Der Landesverband Hannover des Jugendherbergswerks als Träger des Hauses arbeite als Verein zwar nicht gewinnorientiert, dennoch müsse ein Haus wie das in Braunschweig einen Überschuss erwirtschaften, um Defizite aus Häusern im Harz zum Beispiel auszugleichen.
Das Haus bietet dafür eine Menge. Neben den geräumigen Zimmern – sieben darunter auch für Rollstuhlfahrer geeignet – gibt es einen Billard-Tisch, einen Tischtennis-Raum, Tagungsräume, ein Bistro und auf Wunsch im 120 Personen fassenden Speisesaal mit Freisitz sogar Vollpension. Wer sich davon einen ersten Eindruck verschaffen möchte, ist am Sonntag (28. Juni) eingeladen, im Rahmen des Tages der Architektur das Haus zu besichtigen. „Wir sind von 7.30 bis 20 Uhr bereit“, sagt Hansen. Offizielle Führungen mit den Architekten gibt es um 11, 12.30, 14 und 15.30 Uhr.
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1 Kommentar
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Andreas Benninghaus aus Braunschweig - Innenstadt | 29.06.2015 | 11:01  
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