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Insekten und Igelhäuser: Natur in der Schule

Steffen Wittkowske (Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten), Konstantin Klingenberg (TU-Institut für Didaktik der Naturwissenschaften), Andreas Markurth (Kultusministerium) und Maike Looß (TU-Institut, v.l.) begrüßten Interessenten am Campus Nord. Foto: Thomas Ammerpohl

Zweiter Niedersächsischer Schulgartentag fand an der TU statt.

Von Tim Hartung, 10.09.2013

Braunschweig. Schulgärten sind im Kommen: Das Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaft hatte gemeinsam mit dem Kultusministerium und der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten auf den Campus Nord zum Austausch von Ideen geladen.

Mehr als 150 Interessierte nutzen die Gelegenheit, sich über Themen wie „Stressbewältigung durch Naturerfahrung“ oder „Mathematik im Schulgarten“ zu informieren. Auf dem Markt der Möglichkeiten waren von Autostadt bis zum Umweltbildungszentrum Ammerland zahlreiche Organisationen mit Infoständen vertreten.
Der große Teil der Teilnehmer waren Lehrer. Sie kamen von Schulen aus ganz Niedersachsen, die bereits einen Schulgarten haben oder bald einen anlegen möchten. „Schulgärten können in vielen Fächern genutzt werden, um Inhalte praxisnah zu vermitteln“, betonte Konstantin Klingenberg vom TU-Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften. „Man kann zum Beispiel den Satz des Pythagoras zur Berechnung der Beetgrößen benutzen.“ Außerdem würden Schulgärten dabei helfen, dass das Wissen über den Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln nicht weiter verloren geht.
„Jedes Kind hat ein Recht auf Schulgarten“, ist das Motto der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten. Auf dem diesjährigen Schulgartentag stellte der Verein eine Studie vor, nach der etwa jede vierte Schule in Niedersachsen einen Schulgarten betreibt. Jede dritte plant zumindest, einen eigenen Schulgarten anzulegen. „Wir wollen eine stärkere Verankerung in Lehrplänen“, forderte der Vereinsvorsitzende Steffen Wittkowske. „Schulgärten sind Miniaturen der Wirklichkeit. Durch sie kann der Unterrichtsstoff mit der Realität vernetzt werden.“
Auf dem Markt der Möglichkeiten wurden an diesem Tag unter anderem Produkte wie Insektenhotels und Igelhäuser ausgestellt. Außerdem präsentierten erfahrene Schulen ihre Schulgärten-Ideen. So hält sich die IGS Peine im größten Schulgarten Niedersachsens sogar einen kleinen Zoo mit mehr als 100 Tierarten. Und auch die Autostadt, in der der nächste Schulgartentag stattfinden wird, berichtete von ihren ökologischen Bildungskonzepten.
Die noch junge Idee der Schulgartentage soll ein fester Termin im Jahr werden. Hier können sich Lehrer austauschen und das Thema Schulgarten gefördert werden. Für Wittkowske war der diesjährige Schulgartentag „optimale Lobbyarbeit für den Umgang mit der Natur.“
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