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Im Trubel machen Diebe Beute

Sieben Taschendiebstähle an einem Tag – Polizei mahnt zu besonderer Achtsamkeit

Von Marion Korth

Braunschweig. In der Weihnachtszeit laufen die Geschäfte gut – auch für Diebe. Volle Portemonnaies, volle Einkaufstaschen, volle Straßen und Geschäfte sind ideale Voraussetzungen, um fette Beute zu machen.

Aus aktuellem Anlass mahnt die Polizei zu besonderer Wachsamkeit. Allein am Sonnabend vergangener Woche sind der Polizei sieben Handtaschendiebstähle gemeldet worden. „Das ist eine ganze Menge“, sagt Ines Fricke aus der Polizeipressestelle. Die Beamten stellen immer wieder fest, dass es den Dieben oft leicht gemacht wird. Fast immer sind Frauen die Opfer. Da bleiben Taschen beim Bummel geöffnet oder werden beim Schuhkauf achtlos abgestellt. „Das ist eine Einladung für Diebe“, sagt Fricke.
Die arbeiten meist zu dritt: Der eine Täter lenkt das Opfer ab, der zweite stiehlt die Geldbörse und übergibt sie dem Dritten, der schnell das Weite sucht. Gefährlich ist es überall, wo Trubel herrscht, zum Beispiel beim Einsteigen in die Straßenbahn. Da kann man gut jemanden anrempeln und den Augenblick der Verwirrung für den Griff in die Tasche nutzen. Die Opfer werden länger beobachtet, manchmal schon an einer Kasse, wo sie mit der Karte und Pin-Code bezahlen. Gelingt es später, das Portemonnaie zu stehlen, dann kennen die Diebe auch die Ziffernkombination der Karte und können zusätzlich das Konto plündern.
Die Ermittlungsgruppe Taschendiebstahl sowie weitere Polizeikollegen sind derzeit mit Sonderstreifen in Zivil unterwegs, die Reiterstaffel kontrolliert Parkanlagen und Großparkplätze. Erst am Donnerstagabend war wieder eine Autoscheibe eingeschlagen und die unter dem Sitz verstaute Handtasche geklaut worden.
Hier die wichtigsten Tipps:
•Handtaschen stets verschließen
•Nicht zu viel Geld mitnehmen und dieses in Brustbeutel oder Gürteltasche verstauen
•Bei der Pin-Code-Eingabe das Tastenfeld verdecken
•Keine Taschen im Auto deponieren
Und wenn es trotzdem schiefgeht? „Bloß keine falsche Scham und unbedingt zur Polizei gehen“, betont Fricke. Die Beamten würden sich auch um die Nachsorge kümmern, EC-Karten sperren lassen oder helfen, wenn der Haustürschlüssel entwendet worden ist. Mit ihrem Infomobil ist die Polizei an vier Tagen (4., 9., 13. und 18. Dezember) auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.
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