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Höhepunkt der Pilzsaison

Essbar oder giftig? Im Zweifel stehen lassen und fotografieren: Laden Sie Ihre besten Pilz-Fotos auf Unser38 hoch. AGDW

Pilze sammeln im herbstlichen Wald: Das müssen Waldbesucher jetzt wissen.

Braunschweig, 12.09.2015.

Im September erlebt die Pilzsaison ihren Höhepunkt. Der Dachverband AGDW – Die Waldeigentümer erklärt, warum Pilze wichtig für den Wald sind, wo man sie im Wald findet, wie man sie am besten transportiert und welche Regeln man beim Pilzesammeln beachten muss.

Viele der besonders beliebten Speisepilze wie der Steinpilz, der Wiesen- oder der Kleine Waldchampignon sind derzeit in großen Mengen in den Wäldern zu finden. Der Geschäftsführer des deutschen Waldbesitzerverbandes Alexander Zeihe erklärt: „Pilzesammler sind in den privaten Wäldern willkommen. Wichtig bei der Pilzsuche ist ein rücksichtsvolles Verhalten. Denn die Pilze sind nicht allein ein Geschenk der Natur, sondern das Ergebnis einer verantwortungsvollen Arbeit von Waldbesitzern und Förstern, die dafür sorgen, dass die Wälder nicht nur der Holzernte, sondern auch der Erholung und dem Naturschutz dienen.“
Typische Pilzarten sind Marone, Herbsttrompete, Schopftintling und natürlich Steinpilz und Pfifferling. Der rauchblättrige Schwefelkopf, Hallimasch und Stockschwämmchen gehören ebenso zum breiten Spektrum der essbaren Pilze im Wald. Aber Vorsicht: Viele Pilze sind im rohen Zustand giftig und daher nur gekocht oder gedünstet genießbar. Vor manchen Sorten, die früher selbstverständlich auf der Speisekarte zu finden waren, wird heutzutage sogar gewarnt. So zum Beispiel beim Grünling, der in größeren Mengen zu Muskelschädigungen führen kann.
Die besten Methoden, um den Pilz aus dem Boden zu nehmen, sind, ihn vorsichtig herauszudrehen oder ihn unmittelbar oberhalb des Bodens abzuschneiden. Der Vorteil des Herausdrehens: So erntet man auch den gesamten Stiel, der bei vielen Arten, zum Beispiel beim Steinpilz, besonders köstlich ist, sich aber zu gut einem Drittel seiner Länge noch im Boden befindet. Nach dem Herausdrehen sollte man das Loch allerdings wieder verschließen, damit das Erdreich und die das Loch umgebenden Pflanzen keinen Schaden nehmen. Bei der Mitnahme aus dem Wald sollten die Pilze unbedingt in einem Korb, nicht in einer Plastiktüte transportiert werden. Der Grund: In einer Plastiktüte können die Pilze nicht „atmen“ und verlieren ihre Frische und Würze oder können sogar an Bekömmlichkeit verlieren.
Pilze dürfen für den Eigengebrauch gesammelt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: So ist das Sammeln im Bereich von Naturdenkmalen, in Naturschutzgebieten und Nationalparks vollständig zu unterlassen. Einige besonders geschützte Pilzarten unterliegen zudem Sammelbeschränkungen, so zum Beispiel Steinpilz, Birkenpilz, Rotkappen und Pfifferlinge wie auch alle Morchelarten.
Auf Sicherheit muss man immer achten, wenn man in die Pilze geht. Viele Pilzarten sind giftig und ähneln dabei den essbaren Sorten zum Verwechseln. Die gesammelten Pilze sollte man vor dem Verzehr durch zertifizierte Pilzsachverständige überprüfen lassen. Im Falle des Verdachts auf eine Pilzvergiftung gibt es eine Giftnotrufnummer Nord (Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein): 0551/39 21 32.
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