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Entgiftungsfabrik des Körpers

Die Chefärzte Dr. Alexander Diehl, Professor Dr. Guido Schumacher und Professor Dr. Max Reinshagen sowie Jürgen Siegmund vom Verein Krebsnachsorge und Ines Kampen vom Dachverband Selbsthilfegruppen (v.l.) informieren die Besucher am Veranstaltungstag „Achtung Leber!“. Foto: Sylvia Herden
 
Das Logo der Veranstaltung.

„Achtung Leber!“: Klinikum bietet am Sonnabend Vorträge, Experimente, Infos und Beratung.

Von Martina Jurk, 10.11.2013.

Braunschweig. „Achtung Leber!“ heißt es am Sonnabend (16. November) im Klinikum Braunschweig. Geboten werden Vorträge, Experimente, Stationen zum Mitmachen sowie ein Kinderprogramm. Das Ganze hat einen ernsten Hintergrund: Mehr als fünf Millionen Deutsche leiden an einer Lebererkrankung.

Anlass ist der 14. Deutsche Lebertag am 20. November. „Die Symptome einer Erkrankung sind oft nicht eindeutig, und sie verursachen meist keine Beschwerden“, sagt Professor Dr. Max Reinshagen, Chefarzt der Gastroenterologie.
Seine Klinik sowie die Chirurgische Klinik und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie organisieren die Veranstaltung. Verschiedene Chefärzte und deren Teams beleuchten das Thema Leber in Vorträgen und an Lernstationen aus Sicht ihrer Fachdisziplinen. So geht es um Ursachen und Diagnostik bei Lebererkrankungen, um Therapie, um moderne Entwicklungen der Chirurgie bei Lebermetastasen und um Prävention.

Bei Führungen können sich die Besucher einen Operationssaal ansehen. „Die OP-Techniken, die Instrumente und die Vorbereitung der Operateure, das interessiert die Menschen“, weiß Professor Dr. Guido Schumacher, Chefarzt der Chirurgischen Klinik. Zudem werden Ultraschalluntersuchungen und chirurgische Eingriffe an einer Schweineleber demonstriert. Vor Ort mit Informationen und Beratung sind an diesem Tag die Aidshilfe, der Verein Krebsnachsorge, die Jugend- und Drogenberatung sowie verschiedene Selbsthilfegruppen.

Die Kinder können ihre Lieblingsteddys und -puppen in der Kuscheltiersprechstunde vorstellen oder sich selbst als angehender Chirurgen versuchen. Bücherflohmarkt, Kaffee und Kuchen sowie ein Glücksrad runden das Programm ab.

Warum es wichtig ist, die Leber – das größte innere Organ im Körper – in den Fokus zu stellen, macht Professor Schumacher deutlich: „Viele Patienten, die zu uns kommen, haben die Bedeutung der Leber gar nicht präsent. Fakt ist, dass der Mensch ohne Bauchspeicheldrüse, ohne Nieren und ohne Dickdarm leben kann, aber nicht ohne Leber. Sie ist die Entgiftungsfabrik unseres Körpers.“
Sie habe wichtige Aufgaben zu erfüllen wie das Herausfiltern von Schadstoffen aus dem Blut, das Absondern von Stoffwechselprodukten, die Speicherung wichtiger Nährstoffe, die Bildung lebensnotwendiger Stoffe wie Blutgerinnungsfaktoren. Deshalb sei es wichtig, auf die Gesunderhaltung der Leber zu achten.

Häufigste Ursachen für Lebererkrankungen sind Infektionen mit Hepatitisviren, übermäßiger Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung und Übergewicht (Fettleber). Eine durch chronische Entzündung vernarbte Leber (Leberzirrhose) kann Ausgangspunkt für die Entstehung von Tumoren in der Leber sein (Leberzellkrebs). „Wie lässt sich übermäßiger Alkoholkonsum vermeiden, ist ein großes Thema, auf das wir in einem Vortrag eingehen“, erklärt Dr. Alexander Diehl, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Mit der Veranstaltung wollen die Organisatoren den Menschen die Angst nehmen, denn die meisten Erkrankungen ließen sich heute effektiv behandeln, aber sie wollen auch wachrütteln, mehr auf die Leber zu achten und zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.

Programm: „Achtung Leber!“ am Sonnabend (16. November) von 10 bis 15 Uhr im Klinikum Salzdahlumer Straße. Ab 10.30 Uhr: Vorträge und Stationen, ab 11 Uhr: OP-Führungen, ab 12.50 Uhr: Lernstationen (Ultraschall, chirurgische Eingriffe), ab 11 Uhr: Kinderprogramm.
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