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Die Spielregeln gelten für alle

Nachtruhe ab 22 Uhr gilt auch für die EM-Fußballfete im Garten

Von André Pause, 14.06.2016.

Braunschweig (pau). Die Fußballeuropameisterschaft ist in vollem Gange. Viele Fußballfans schließen sich gruppenweise zusammen, laden Freunde ein und feiern lautstark. Nicht alle Nachbarn und Mitmieter sind jedoch in der gleichen begeisterten Fußballstimmung wie die Fans. Auch wenn das Fußballfieber grassiert, sollten sich die Fußballfans über gewisse Spielregeln im Klaren sein, die eingehalten werden müssen.

Zunächst gilt grundsätzlich, dass Radio und Fernsehen nur so laut eingestellt werden dürfen, dass sie die Mitbewohner nicht stören. Zimmerlautstärke gilt insbesondere zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens sowie – angeordnet durch den Mietvertrag, durch eine Gemeinschaftsordnung oder durch eine kommunale Satzung – auch zwischen 13 und 15 Uhr mittags, wie Andreas Meist, Geschäftsführer von Haus + Grund Braunschweig betont. Viele Spiele beginnen erst ab 21 Uhr, weshalb die zweite Halbzeit leiser verlaufen muss.

Fußballfans, die einen Garten oder eine Terrasse zur Verfügung haben, könnten auch dort Fernsehgeräte oder gar Großleinwände aufstellen und ihre Fußballparty gemeinsam mit Freunden feiern. Für die Party im Freien gilt aber nichts anderes als in der Wohnung oder auf dem Balkon: Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe. Auf die Nachbarn muss dann besonders Rücksicht genommen werden. Das gilt umso mehr, wenn sich ältere oder kranke Mitmenschen in der Nachbarschaft befinden. Das könnte durchaus problematisch werden, weil viele Spiele erst ab 21 Uhr angepfiffen werden. Dann muss man die Spiele in der Wohnung anschauen, so Andreas Meist.

Auch wenn die Bundesregierung soeben eine Public-Viewing-Verordnung beschlossen hat, die es Ländern und Gemeinden gestattet, derartige Veranstaltungen anlässlich der Fußball-EM 2016 auch zur Nachtzeit durchzuführen, hat das für private EM-Partys keine Auswirkungen. Deshalb muss Public-Viewing mit wahrnehmbarem Sportlärm oder Gastgesprächen der Zuschauer auch nur von Großveranstaltungen der Gemeinde selbst oder von genehmigten öffentlichen Fernsehdarbietungen aus oder von Gaststätten nachbarlich geduldet werden.
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