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Die Heimatstadt der Pizza kämpft gegen ihr Image

Die Innenstadt von Neapel ist genau so, wie man sich eine süditalienische „Città“ vorstellt: Hektisch, laut und nicht ganz besenrein. Dem Charme der „Hauptstadt des Südens“ tut dies aber keinen Abbruch.

Oft schrecken Touristen vor Neapel zurück, dabei hat es viel zu bieten.

Neapel (cm). Nicht erst seit Roberto Savianos verfilmtem Bestseller „Gomorra“ genießt die drittgrößte Stadt Italiens einen mehr als zweifelhaften Ruf. Doch von Korruption, Gewalt und Organisiertem Verbrechen bekommen die Touristen in Neapel zum Glück nicht viel mit.

Tatsächlich lässt es sich in Napolis „Centro storico“ ebenso friedlich schlendern und bummeln wie in jeder anderen Altstadt auch. Gewiss, verlässt man erstmals die Piazza Garibaldi, den futuristisch gestalteten Bahnhofsvorplatz, in Richtung Innenstadt, steht dem ordnungsliebenden Deutschen ein Kulturschock bevor: Ihr Müllproblem haben die Neapolitaner noch nicht im Griff.

Man gewöhnt sich jedoch schnell an Chaos und runtergekommene Hausfassaden, zumal prächtige Kirchen und historische Paläste die andere Seite des Stadtbildes prägen. In dieser Hinsicht ist die Metropole Süditaliens mit ihren knapp eine Million Einwohnern eine Stadt der Gegensätze. Keine zwei Meinungen gibt es dagegen zu Napolis berühmtester (kulinarischer) Tochter: Die Pizza kommt von hier, wird hier an jeder Ecke angeboten und schmeckt hier einfach am besten.
Als Touristenziel hat es die Stadt am Fuße des Vesuv dennoch schwer, was kaum verständlich ist. Hinsichtlich ihrer kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten kann Neapel, abgesehen von Rom, wohl mit jeder anderen Metropole auf dem Stiefel mithalten: Die komplette Altstadt ist Unesco-Weltkulturerbe, die Kirchen, die antiken Ausgrabungen unter San Lorenzo Maggiore und nicht zuletzt das Archäologische Nationalmuseum mit der Sammlung griechischer und römischer Kunstwerke können einen mehrere Tage lang auf Trab halten.

Auch für Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten Kampaniens ist Neapel der perfekte Ausgangspunkt. Zuerst sind da die atemberaubend gut erhaltene Römerstadt Pompeji im Süden und die Reggia Caserta, das „Versailles Italiens“, im Norden zu nennen.

Die Deutschen lieben „ihre“ Inseln Capri und Ischia, und das zu Recht. Und doch: Bevor es auf die Fähre geht, ist ein Aufenthalt in Neapel dringend zu empfehlen.
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