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Deutsche Bundesbank: Ab Februar 2016 gilt nur noch die IBAN

Übergangsfrist für Bankleitzahl und Kontonummer endet im Februar 2016.

03.01.2016.

Frankfurt. Geld in ein anderes europäisches Land zu überweisen, ist kein Problem mehr: Dank des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums SEPA sind Geldtransfers zwischen verschiedenen Ländern unkompliziert und günstig. Nötig dafür war die Umstellung auf die internationale Kontonummer IBAN. Bald haben Bankleitzahl und Kontonummer endgültig ausgedient.

Ab Februar 2016 gilt für alle: Überweisen geht nur noch mit der internationalen Kontonummer IBAN. Dann läuft die Zeit für die traditionelle Kontonummer und die Bankleitzahl ab. Mit der Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums, genannt SEPA, am 1. August 2014 wurde auch die IBAN eingeführt. Überweisungen und Lastschriften in Euro wurden damit zunächst im Euro-Raum vereinheitlicht und vereinfacht. Ab Ende Oktober 2016 gilt dies auch für die weiteren Staaten innerhalb der Europäischen Union (EU). Außerdem gehören Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und die Schweiz zum SEPA-Raum.

Bürger müssen auch umstellen

Unternehmen, Vereine und öffentliche Kassen haben bereits zum 1. August 2014 auf SEPA umgestellt. Bürger konnten bislang noch wählen, ob sie für ihre inländischen Überweisungen die IBAN nutzen oder die Zahlung auf traditionelle Art mit Kontonummer und Bankleitzahl erledigen. Diese Sonderregelung läuft am 1. Februar 2016 aus. Bisher durften Kreditinstitute ihren Kunden anbieten, Kontonummer und Bankleitzahl automatisiert in die IBAN umzuwandeln. Diese Umwandlung ist ab dem Stichtag nicht mehr erlaubt.

Beim Log-in ändert sich nichts

Die Anmeldung beim Online-Banking kann so bleiben wie sie ist: In der Regel melden sich Nutzer mit ihrer Kontonummer und einer PIN bei ihrer Bank an. Dies dient aber nur der Identifikation und ist kein Zahlungsauftrag. Deshalb spielt das Ende der Übergangsregelung dafür keine Rolle. Anders sieht es aus, wenn nach dem 1. Februar 2016 zum Beispiel Großeltern ihrem Enkel Geld überweisen möchten. Das geht dann nur noch mit der IBAN. Auf bestehende Daueraufträge von Kunden wiederum hat das Ende der Schonfrist keine Auswirkungen. Diese haben die Banken bereits in das neue Format umgewandelt.

Harte Schale, weicher Kern

Sich die eigene IBAN zu merken ist leichter, als es auf den ersten Blick scheint. In Deutschland besteht die IBAN insgesamt aus 22 Stellen. Hinter dieser harten Schale steckt ein weicher Kern: Die ersten vier Stellen bestehen aus dem deutschen Länderkürzel „DE“ und einer Prüfziffer. Die nächsten acht Felder sind für die altbekannte Bankleitzahl reserviert. Auf den verbleibenden zehn Stellen folgt die alte Kontonummer. Ist Letztere etwas kurz geraten, wird von vorne mit Nullen aufgefüllt, bis insgesamt 22 Stellen erreicht sind. Wer seine IBAN sucht, findet sie auf seinem Kontoauszug und meist auf seiner Girocard (ehemals EC-Karte) aufgedruckt.

Trotzdem bleibt die IBAN natürlich eine recht lange Zahl. Einfacher zum Lesen und Eintragen wird es, wenn die IBAN in Viererblöcken, getrennt durch Leerzeichen, dargestellt wird – das empfiehlt übrigens auch die Deutsche Bundesbank.
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