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Alle Zutaten sind symbolhaft aufgeladen

Die Iranerin Sara Rhoda feiert die Wintersonnenwende traditionell.

Von André Pause, 22.12.2013.

Seit Jahrtausenden wird im Iran die Wintersonnenwende gefeiert. Shab-e Yalda heißt das Fest in der längsten Nacht des Jahres vom 21. auf den 22. Dezember, was übersetzt Wiedergeburt der Sonne bedeutet.

Das Licht triumphiert über die Dunkelheit, die Tage werden wieder länger. In der alten iranischen Religion des Mithra bedeutet dies den Sieg des Guten über das Böse. Zu diesem Ereignis kommt traditionell die ganze Familie zusammen. Das ist beim Ehepaar Sara und Klaus Rhoda nicht anders. In diesem Jahr allerdings findet die Feier gemeinsam mit Bekannten und Freunden der Deutsch-Persischen-Gesellschaft in einem Restaurant statt. Etwa 70 Leute hat Sara Rhoda eingeladen. Die Iranerin ist Vorsitzende des Vereins, ihr zweiter Mann Klaus dessen Schriftführer.
Ein wichtiger Bestandteil des Abends ist das Rezitieren persischer Gedichte, vor allem von Hafiz. Traditionelle Livemusik gehört ebenfalls zur Liturgie. Und, natürlich: Das Essen. Dieses Mal wird es Kebab geben und gegrilltes Hähnchen. Reis mit Safran-Huhn, dicker Joghurt und Halwa (eine zuckersüße Energiebombe) gelten in dieser Kombination gemeinhin als das Sonnenwende-Menü.
„Dazu gibt es Ajil Shab-e Yalda, eine Mischung aus Nüssen und getrockneten Früchten wie Kürbis, Maulbeeren und Rosinen“, erzählt Sara Rhoda. Jede Zutat der Mahlzeit ist dabei symbolhaft aufgeladen. So soll der Granatapfel an das Glühen des Lebens erinnern, die Nussmischung zu Wohlstand führen und die geschnittene Melone zur Beseitigung von Krankheit und Schmerz beitragen.

"Halwa Khorma"
(Dattelhalwa)

Die Zutaten:

300g persische Datteln
100g ungesalzene Pistazien
150g Mehl
100g Butter
50g gestiftete Mandeln
1/2 TL Safran
4 EL Rosenwasser


Zubereitung:

Sollten die Datteln noch nicht entkernt sein, müssen Sie diese Arbeit auf sich nehmen, genauso wie das Entfernen der Schalen der Pistazien. Nehmen Sie den ungemahlenen Safran und zermahlen Sie ihn zusammen mit einem halben TL Zucker und kippen Sie dann eine halbe Tasse kochendes Wasser hinzu, dann stehenlassen. Die Butter in einem großen Topf schmelzen und geben Sie dann das Mehl dazu. Vorsicht, nicht zu heiß werden lassen, sonst brennen Butter und Mehl an. Jetzt schütten Sie eine halbe Tasse heißes Wasser dazu und rühren so lange, bis der Brei keine Klumpen mehr hat. Ofen auf geringe Hitze stellen und die Datteln dazugeben und ordentlich drücken und kneten. Wenn die Masse zu fest wird, ein wenig kaltes Wasser hineinschütten. Ist der Brei gut geknetet, das Rosenwasser und den Safranaufguss hinzugeben und nochmal kräftig durchkneten. Auf einem passenden Teller wird die Masse zu einem Hügel geformt und mit den Pistazien und/oder Mandeln verziert. Das war's schon, lassen Sie es sich schmecken. Aber Vorsicht, Halwa Khorma macht süchtig.
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