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Zumindest auf die Defensive ist Verlass

Frederik Tingager (rechts) ist einer der soliden Stützpfeiler in der Eintracht-Abwehr. Foto: imago

2. Fußball-Bundesliga: Die Eintracht empfängt am Freitagabend (18.30 Uhr) Arminia Bielefeld.

Von Elmar von Cramon, 17.04.2018.

Braunschweig. Zum vorletzten Heimspiel der Saison empfängt Eintracht am Freitagabend um 18.30 Uhr Arminia Bielefeld. In der Partie gegen die Ostwestfalen steht für die Elf von Torsten Lieberknecht eine Menge auf dem Spiel: Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Darmstadt 98 beträgt der Abstand zum Relegationsrang nur einen Zähler.

„Wir haben unser Minimalziel erreicht und den Gegner auf Distanz gehalten, trotzdem bleibt es kritisch und spannend zugleich“, erklärt Marc Arnold nach dem Remis am Böllenfalltor. Vor allem der 3:1-Erfolg des FC Heidenheim gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ließ das Feld nochmals zusammenrücken, so dass auch die Löwen nur noch einen Punkt vor dem ungeliebten Relegationsrang stehen. „Diese Konstellation ist für uns nicht neu. Es gilt die bestmögliche Leistung abzurufen und gegen die Bielefelder zu gewinnen“, macht der Sportliche Leiter der Löwen deutlich.

Für die Arminen beträgt der Abstand zum oberen wie zum unteren Relegationsrang sechs Punkte, so dass sowohl ein Auf- als auch ein Abstiegsszenario möglich sind. „Ich denke, dass Bielefeld in erster Linie froh ist, nach dem Fast-Abstieg eine vernünftige Saison gespielt zu haben“, vermutet Arnold, dass die Gäste vornehmlich den Klassenerhalt im Blick haben. Diesen streben auch die Blau-Gelben an, wenngleich die endgültige Rettung selbst mit einem Sieg am Freitag und dann 41 Punkten auf dem Konto nicht sicher wäre.

Immerhin können sich die Blau-Gelben auf ihre Defensive verlassen: Mit 33 Gegentreffern stellen die Braunschweiger hinter dem SV Sandhausen (28 Gegentore) die zweitbeste Abwehr der Liga: „Unsere Abwehr hat uns außerdem ein relativ gutes Torverhältnis verschafft, das man in der augenblicklichen Situation nicht unterschätzen sollte.“ Dürftig ist es hingegen um die Offensivbilanz bestellt, wo die Löwen mit 35 Toren unter den fünf schlechtesten Teams rangieren. „Sicherlich haben wir einige Tore zuwenig geschossen, was vor allem mit dem Ausfall unserer torgefährlichen Spieler zu tun hatte. Deshalb bin ich froh, dass Philipp Hofmann in vorderster Front zunehmend Präsenz zeigt und sich gegen Dresden mit einem Tor belohnt hat“, so der 47-Jährige.

Torjäger Christoffer Nyman wird vermutlich auch am Freitag zum Zuschauen verurteilt sein, Gleiches gilt für Joseph Baffo. Fraglich sind zudem die gegen Darmstadt verletzt ausgewechselten Ken Reichel (Pferdekuss) und Jan Hochscheidt. Steve Breitkreuz und Julius Biada haben noch Trainingsrückstand, könnten aber zumindest zum Aufgebot zählen.

Positiv sieht Arnold die Tatsache, dass die Löwen diesmal am Freitagabend antreten müssen und die Konkurrenz mit einem Sieg unter Druck setzen können: „Das ist zum Glück mal eine andere Situation als in den vergangenen Wochen. Außerdem freue ich mich darüber, dass wir endlich wieder ein Heimspiel an einem Freitagabend im Eintracht-Stadion haben, und hoffe auf viele Zuschauer, da die Mannschaft jede Unterstützung benötigt.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel (Kijewski), Valsvik, Tingager, Sauer – Boland, Hochscheidt (Moll) – Abdullahi, Schönfeld, Khelifi (Bulut) – Hofmann.
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