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Zeitreise für Daniel Teixeira

Fußball: Ex-Einträchtler traut den Blau-Gelben Sprung in die 3. Liga zu

Von Elmar von Cramon

Berlin. Nach dem Abpfiff der Partie Union Berlin gegen Eintracht vergangenen Samstag fühlte sich Daniel Teixeira wie nach einer Zeitreise: „Das Spiel hat mich an meine erste Heimpartie für Union erinnert.“ Per Handelfmeter hatte der 39-Jährige in der 88. Minute für den 2:2-Ausgleich gesorgt, nachdem der Gegner damals ebenfalls Eintracht Braunschweig hieß und durch zwei Tore von Dirk Weetendorf zur Halbzeit mit 2:0 in Führung lag!

Für den Brasilianer, der Union 2001 mit 18 Toren und den Blau-Gelben 2002 mit 19 Treffern zum Zweitligaaufstieg verhalf, ging auch die jüngste Punkteteilung in Ordnung: „Beide Teams haben jeweils eine Halbzeit „gewonnen“ deshalb ist das Unentschieden gerecht.“ Nachdem Teixeira seine Laufbahn im vergangenen Sommer bei den „Eisernen“ beendet hatte, wurde er dort angestellt und kümmert sich seitdem um Marketing- und Sponsorenbelange bei Union: „Von meinem Büro aus kann ich dem Team beim Training zusehen, das fiel mir am Anfang schon schwer“, gibt er zu.
Die schier unglaubliche Trefferquote und seine sympathische Art machen ihn auch heute noch bei den Anhängern beider Vereine äußerst populär: „Union ist der Verein, mit dem ich die meisten Erfolge in Deutschland gefeiert habe. Ich erinnere mich aber auch sehr gern an meine Zeit in Braunschweig zurück“, berichtet Teixeira. Auch beim Spiel am Sonnabend waren mit Marcos Barros und Lars Etterich zwei Freunde aus der Löwenstadt angereist, außerdem nutze „Texas“ die Gelegenheit, um mit seinem ehemaligen Mitspieler Kosta Rodrigues über alte Eintracht-Zeiten zu plaudern.
Mit seiner Frau und seinen drei Töchtern hat Teixeira in der Hauptstadt eine „zweite Heimat“ gefunden und will demnächst seine Trainerscheine machen, um als Coach doch noch mal auf dem grünen Rasen aufzutauchen: „Ich hoffe, dass alles nach Plan läuft. Doch bislang bin ich über die Entscheidung, auch nach meiner Karriere bei Union zu bleiben, sehr zufrieden“.
Weniger glücklich ist er hingegen über die ungeklärte Stadionfrage bei Union: „Es ist schon komisch, dass die Mannschaft durch ihre erfolgreiche Saison dazu beiträgt, dass es diese Diskussion gibt. In der dritten Liga müssten wir uns über den Ausbau des Stadion keine Gedanken machen“, lautet sein Kommentar zu der Tatsache, dass die DFL den Umzug ins Olympiastadion fordert, sollte die „Alte Försterei“ im Aufstiegsfall nicht saniert werden.
Ziel bleibe aber die Qualifikation zur eingleisigen dritten Liga, die er sowohl seinen Unionern als auch Eintracht zutraut: „Das ist realistisch; sollte trotzdem mehr herausspringen, wäre das umso schöner“.
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