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„Zeig ihnen, dass du punkten kannst“

Basketball-Bundesliga: Der neue Phantoms-Aufbauspieler Stephen Dennis im nB-Interview.

Von Christoph Matthies, 14.08.2011

Braunschweig. Als Stephen Dennis seinen Braunschweiger Dienstwagen zum ersten Mal betanken wollte, hatte er ein Problem: Lauter Kraftstoffe mit unbekannten Namen. Mutig griff der Basketballer aus Pennsylvania zum Diesel – und lag prompt daneben. Im nB-Gespräch erzählt der 23-jährige Aufbauspieler, warum der Phantoms-Motor mit ihm nicht ins Stottern geraten wird.

?Stephen Dennis, im Jahr 2010 standen Sie kurz vor dem Sprung in die US-Eliteliga NBA. Warum hat es dann doch nicht geklappt?

!Es war wirklich knapp. Ich habe mich bei einigen NBA-Teams sehr gut präsentiert und sie mochten mich. Letztlich wurde ich aber immer in Frage gestellt, weil ich von einem Division-II-College kam. Meistens werden dann doch eher die bekannteren Spieler aus der ersten College-Division gedraftet.

?Dennoch durften Sie die Saisonvorbereitung bei den Los Angeles Clippers mitmachen. Eine gute Erfahrung für Sie?

!Eine tolle Erfahrung. Ich habe schon viel gelernt, wenn ich Blake Griffin nur beim Trainieren zugeschaut habe. Oder als ich gesehen habe, wie viel Führung Baron Davis ausstrahlt, selbst wenn er nicht mal auf dem Feld steht. Wenn du in so einem Umfeld bist, spielst du auch automatisch besser. Wenn es immer dein Traum war, mit diesen Jungs zu spielen, gibst du alles was du hast.

?Worin sehen Sie Ihre Stärken?

!Ich bin groß, athletisch und ich habe ein gutes Ballhandling. Ich mag das schnelle Spiel. Wenn ich auf dem Feld bin, werden wir ein hohes Tempo gehen und durch schnelles Spiel versuchen, leichte Körbe im Fastbreak zu erzielen. Durch meine Größe und meine langen Arme bin ich außerdem ein guter Verteidiger.

?Am College waren Sie bester Punktesammler der Division II. Sind Sie also eher ein Scorer als ein selbstloser Passgeber?

!Mein Motto ist: Zeig deinen Gegenspielern, dass du punkten kannst. Sobald sie das wissen, ist es für dich leichter, deine Mitspieler in Szene zu setzen. Wenn ich niemals den Abschluss suche, braucht man mich nicht zu verteidigen. Wenn ich aber gleich zeige, dass ich punkten kann, hilft das auch meinen Mitspielern, weil es ihnen mehr Raum gibt.

?Woran müssen Sie feilen, um es doch noch in die NBA zu schaffen?

!An meinem Distanzwurf und meiner Physis. Es ist nicht so, dass ich herumgeschubst werde, aber viele halten mich für zu schmal für einen NBA-Guard.
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