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„Zehn Prozent Taktik und 90 Prozent Leidenschaft“

Wollen auch gegen 1860 jubeln: Onel Hernandez und Nik Omladic. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Löwenduell gegen 1860 München – Neuregelung zur Verteilung der Fernsehgelder begrüßt.

Von Elmar von Cramon, 25.11.2016.

Braunschweig. Mit einem Déjà-vu begann für Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig die Vorbereitungswoche auf das Heimspiel gegen 1860 München (Sonntag 13.30 Uhr). Wie in der Vorsaison wechselte der Traditionsklub aus Bayern vor dem Löwenduell den Cheftrainer. Während in der Vorsaison Benno Möhlmann entlassen worden war, widerfuhr dies nun unter skurril anmutenden Umständen Kosta Runjaic. Damals wie heute nimmt Daniel Bierofka vorerst auf der Trainerbank der Münchner Platz.

„Am Sonntag sind zehn Prozent Taktik und 90 Prozent Einstellung und Leidenschaft gefragt“, weiß Torsten Lieberknecht, was ihn und seine Mannschaft erwartet.
Wie schon einige Male zuvor wechselte ein Kontrahent unmittelbar vor dem Spiel gegen Eintracht den Cheftrainer aus, was die Partie deutlich unberechenbarer macht. „Wir können nach dem Trainerwechsel nicht viel über Sechzig sagen, deshalb liegt der Fokus auf uns“, erklärt Lieberknecht.
Der Eintracht-Coach macht deutlich, dass er mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden ist, auch wenn in den vergangenen drei Begegnungen kein dreifacher Punktgewinn gelang: „Was wir geleistet haben, ist überragend in einer Liga, die sehr ausgeglichen ist.“ Die momentane Platzierung dürfe keine überzogene Erwartungshaltung nach sich ziehen: „Wo wir jetzt sind, wird für Eintracht Braunschweig nie eine Selbstverständlichkeit sein, das wissen aber 90 Prozent unserer Fans.“
Dennoch macht der 43-Jährige keinen Hehl daraus, dass er sich für die anstehende Partie endlich wieder einen Sieg erhofft: „Der Wunsch nach drei Punkten ist sehr groß.“
Auf dem Trainingsplatz herrschte bei den Löwen in letzter Zeit wieder größeres Gedränge, nachdem Phil Ofosu-Ayeh und Julius Biada wieder mit von der Partie sind. Gustav Valsvik dürfte nach überstandenen Achillessehnenproblemen wieder mitwirken. Die Tatsache, dass der Norweger beim Auswärtsspiel in Bochum durch Joseph Baffo vertreten worden war, hängt damit aber nicht zusammen: „Wir haben immer gesagt, dass wir den skandinavischen Jungs eine Pause gönnen wollen, weil sie eine sehr sehr lange Runde hinter sich haben.“ Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Patrick Schönfeld, der gegen Bochum mit einer Oberschenkelzerrung pausieren musste; Suleiman Abdullahi (individuelles Trainingsprogramm) fällt weiter aus.
Zufrieden zeigt man sich bei Eintracht über die neue Regelung im Bezug auf die Verteilung der Fernsehgelder ab der neuen Saison. Neben einer Quotenregelung, bei der auch die Platzierungen der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt werden, wirkt sich künftig auch der Einsatz selbst ausgebildeter Nachwuchsspieler bei der Verteilung positiv aus. Für Marc Arnold ein positives Signal: „Ich kann es nur befürworten, dass die Einsatzzeiten der Jungs Berücksichtigung finden. Grundvoraussetzung bleibt aber auch bei uns, dass diese Spieler über die entsprechende Qualität verfügen“, so der sportliche Leiter.
Der eingeschlagene Weg der Talentförderung soll künftig weiter beschritten werden: „Es ist weiterhin lohnenswert, in junge Spieler zu investieren. Wir sind in dieser Hinsicht auf einem guten Weg, sehen bei uns im Haus aber auch noch einiges an Entwicklungspotenzial.“
So könnten sie spielen : Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Correia (Sauer) - Schönfeld, Moll - Khelifi (Hernandez), Omladic - Hernandez (Nyman), Kumbela.
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