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Wolfsburg setzt im Abstiegskampf ein wichtiges Signal

Jubel: Mario Gomez freut sich mit der Mannschaft nach seinem Siegtor. Foto: regios24/Darius Simka

1. Fußball-Bundesliga: Der VfL gewinnt mit 1:0 bei RB Leipzig – Nationalspieler Mario Gomez erzielt den entscheidenden Treffer.

Wolfsburg, 14.03.2017.

Mario Gomez sei Dank – der VfL Wolfsburg setzte am 24. Spieltag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga beim Tabellenzweiten RB Leipzig ein wichtiges Signal und siegte mit 1:0. Den Treffer des Tages vor 42 500 Zuschauern in der ausverkauften Arena erzielte der 31-jährige Nationalspieler bereits nach neun Minuten. Es war der erste Sieg im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Andries Jonker.

Die spielentscheidende Szene: Über Yunus Malli war der Ball zu Daniel Didavi gekommen, der in Richtung gegnerischen Strafraum durchstartete, querlegte und Gomez freie Bahn aufs Leipziger Tor verschaffte. Der VfL feierte den vierten Auswärtssieg in dieser Saison – schon jetzt einer mehr als in der kompletten vergangenen Spielzeit. Mehr noch: Die Wölfe holten 15 der 26 Punkte dieser Saison auf fremden Plätzen.

Kuriosum am Rande: Rechnet man die gemeinsame Zeit beim FC Bayern mit, setzte Gomez eine beeindruckende Serie fort: In jedem seiner sieben Spiele unter Jonker schoss der ehemalige Bayern-Stürmer mindestens ein Tor, insgesamt sind es bereits elf Gomez-Tore.

Der VfL-Stürmer erzielte mit seinen letzten vier Bundesliga-Toren stets das 1:0. Seine insgesamt fünf Treffer in dieser Saison zum 1:0 werden nur von Herthas Vedad Ibisevic überboten, der sechsmal zum 1:0 traf. Auch in Sachen Einsatz war Gomez in Leipzig ein Vorbild. Er führte die meisten Zweikämpfe aller Spieler (33), von denen er starke 55 Prozent gewann.

Für RB Leipzig bedeutete die neuerliche Heimniederlage den nächsten Dämpfer. Der Meisterschaftszug dürfte bei zehn Punkten Rückstand zum FC Bayern abgefahren sein, auch das Rennen um die Qualifikationsränge für die Champions League ist nach der RB-Niederlage weiter offen.

Der Wolfsburger Sieg erhielt anschließend das Prädikat „verdient“. Die Jonker-Elf präsentierte sich ballsicher, ließ sich durch das diesmal nicht so starke RB-Pressing wenig beeindrucken und streute im Spiel nach vorne immer wieder lange Bälle ein. Ein weiteres Erfolgsrezept: Die Wölfe legten eine gesunde Aggressivität an den Tag, scheuten keinen Zweikampf am Boden und in der Luft und raubten den Gastgebern sichtbar die Lust am eigenen Spiel. Vor der Pause gab es viermal Gelb – dreimal allerdings für Leipzig.

Am Ende hätte der VfL-Sieg gar deutlicher ausfallen können. In der 53. Minute traf Didavi zunächst den Pfosten und scheiterte im Anschluss am guten RB-Schlussmann Peter Gulacsi. Der Nachschuss von Gomez knallte erst an den Pfosten, ehe Gulacsi eingriff. In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine rasante Partie, durchaus mit Chancen auf beiden Seiten.

Bitter für die „Wölfe“: Der VfL muss mehrere Wochen auf seinen Schweizer Nationalspieler Ricardo Rodriguez verzichten. Der 24 Jahre alte Abwehrspieler zog sich in Leipzig einen Teilabriss des Syndesmosebandes im rechten Fuß zu. Das ergaben eingehende Untersuchungen am Montagvormittag.
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