Anzeige

Wölfe sind heute beim Hamburger SV gefordert

Ist heute mit dem VfL Wolfsburg beim Hamburger SV gefordert: Yunus Malli. Foto: regios24/Darius Simka

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt kann personell fast aus dem Vollen schöpfen – Arnold hat Sperre abgesessen.

Von Jörg Kleinert, 08.12.2017.
 
Wolfsburg. Drei Zaubertore, ein überzeugender 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach, der Sprung auf Tabellenplatz elf: Für den VfL Wolfsburg verlief am 14. Spieltag in der Fußball-Bundesliga alles wunschgemäß. Weiter oben war der VfL in dieser Spielzeit noch nicht zu finden. Die „Wölfe“ haben sich mit nun 17 Punkten erst einmal Luft in Richtung Tabellenende verschafft.

Ausruhen auf dem Erfolg dürfen sich die Grün-Weißen indes nicht. Bereits am heutigen Samstag (15.30 Uhr) ist die Elf von Trainer Martin Schmidt in Nordkracher beim Hamburger SV gefordert, der sich mit derzeit 14 Punkten als Tabellen-15. fast wie gewohnt am Rand der Abstiegszone bewegt. Theoretisch könnten die Hanseaten den VfL mit einem Sieg sogar überholen, allerdings müsste der sehr hoch ausfallen, denn die Tordifferenz der Wolfsburger ist um acht Treffer besser.

Vor dem heutigen Nordduell werden Erinnerungen wach an den dramatischen 34. Spieltag der vergangenen Saison, als der HSV als 16. der Tabelle den einen Rang vor ihm platzierten VfL empfing. Der HSV war komplett unabhängig vom restlichen Bundesliga-Geschehen, musste nicht auf andere Plätze schielen. Ohne Sieg wäre die Relegation für die Hanseaten unvermeidlich gewesen. Doch der HSV gewann dank Luca Waldschmidt, der kurz nach seiner Einwechslung mit seinem bis heute einzigen Bundesliga-Tor kurz vor dem Abpfiff den 2:1-Siegtreffer köpfte.

Der VfL Wolfsburg setzte sich anschließend in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig durch. Die Fans beider Teams dürfen sich heute auf eine ereignisreiche Partie freuen. Trafen der HSV und der VfL in der Vergangenheit aufeinander, ging es immer zur Sache. Noch nie endete eine Partie zwischen beiden Kontrahenten torlos. In 40 Nordduellen gab es 15 Platzverweise – bei keiner anderen VfL-Paarung gab es so viele Hinausstellungen. Interessanter Vergleich: In den 91 Bundesliga-Derbys zwischen Dortmund und Schalke zückten die Schiedsrichter nur 14 Rote Karten.

Personell kann VfL-Coach Schmidt fast aus dem Vollen schöpfen. Keine Kandidaten für den Kader sind Jakub Blaszczykowski (Aufbautraining nach Rückenproblemen) und Ignacio Camacho (Sprunggelenk-Operation).

Wird Marcel Tisserand (grippaler Infekt) rechtzeitig fit, könnte er den Platz von Gian-Luca Itter auf der linken Abwehrseite wieder einnehmen. Im Mittelfeld stellt Maximilian Arnold nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre eine Alternative dar.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.